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Raritäten auf dem Genfer Automobilsalon : Tramontana und Co

  • -Aktualisiert am

Lotus will mit dem Europa im klassischen GT-Segment mitmischen Bild:

Manche Träume sind hochfliegend und spielen sich tief unten ab - auf dem Asphalt. Flache Flundern und übergroße Limousinen - der Genfer Autosalon ist von jeher eine der besten Plattformen für Novitäten auf Rädern.

          Manche Träume sind hochfliegend und spielen sich tief unten ab - auf dem Asphalt. Flache Flundern und übergroße Limousinen - der Genfer Autosalon ist von jeher eine der besten Plattformen für Novitäten auf Rädern.

          Nach der Präsentation einer Studie im vergangenen Jahr kommt Tramontana diesmal mit einem fertigen Mobil von der Costa Brava in die Schweiz. Josep Rubau, der Designer und Inhaber der Manufaktur, hat sich offenbar intensiv Formel-1-Autos und Düsenjäger angeschaut und entwarf einen Zweisitzer, in dem der Beifahrer den Rücken des Fahrers betrachten darf. In Handarbeit hergestellt, kann der Kunde natürlich auch gleich einen Einsitzer ordern. Rubau versteht sein Auto als Kunstwerk, er bringe Wahrheit und Dichtung zusammen, indem jedes Chassis statt Durchnumerierung mit einem Vers versehen wird. Für den Antrieb sorgt in Mittelposition ein V12-Motor von Mercedes-Benz mit 530 kW (720 PS). Drei Tramontanas sollen 2006 noch hergestellt werden, einer kostet 610 000 Euro, zwölf Einheiten pro Jahr sollen es höchstens werden. Die holländische Marke Spyker hat schon Kunden für ihre puristischen Sportwagen. Um ihnen mehr Raum und Komfort zu bieten, wurde neben dem Prototypen des "D12 Peking-to-Paris" gleich ein neues Fahrzeugsegment geschaffen: Der mächtige Viersitzer (mit einem W12-Motor sowie Allradantrieb von Audi) nennt sich Super Sports Utility Vehicle (SSUV). Wir dachten, daß es mit den leistungsstarken Versionen der großen Geländewagen etablierter Hersteller schon existieren würde, trauten uns aber nicht, dieses Akronym zu benennen. Ende 2007 soll die Produktion beginnen, wer zugreifen mag, sollte mindestens 230 000 Euro bereithalten.

          Etwas weniger, nämlich nur 14 000 Euro, wünscht der italienische Hersteller Giottiline für seinen Zweisitzer Ginko - der sich freilich als Stadtflitzer versteht und nicht als Traumerfüller. Dazu bringt er messerscharfe Flügeltüren mit, die in engen Parklücken nicht unpraktisch sind. Dieser Rasanz im Design folgen die Zweizylindermotoren nicht ganz: Der Diesel leistet vier kW (5,4 PS), der Benziner 15 kW (20 PS). Der Ginko soll von Mitte des Jahres an gebaut werden.

          Spyker baute bisher Sportwagen, jetzt versuchen die Holländer ihr Glück mit dieser großen Limousine
          Spyker baute bisher Sportwagen, jetzt versuchen die Holländer ihr Glück mit dieser großen Limousine :

          Das gilt auch für den Lotus Europa, ein Sportwagen im Gran-Turismo-Stil inklusive Kofferraum. Er basiert auf der Asphaltflunder Exige, der Preis soll um die 50 000 Euro betragen. Die urbritische Marke Morgan brachte unter anderem einen neuen Viersitzer im traditionellen Look nach Genf, den es wahlweise mit 2,0-Liter-Vierzylinder oder mit 3,0-Liter-V6-Zylinder gibt, beide von Ford. Damit kann die gesamte Familie ohne Sturmhaube, aber mit Sturmfrisur auftreten.

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