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Pro & Contra Lohnt ein Wechsel zu Windows 8?

Millionen Menschen nutzen ein Betriebssystem von Microsoft. Jetzt bringt das Unternehmen Windows 8 auf den Markt. Lohnt sich für Nutzer, auf die neue Version zu wechseln?

© Wiseman Vergrößern Die Kachel kommt: Windows 8

Schockierend kann die erste Begegnung mit Windows 8 sein. Nichts ist, wie es mal war. Was sollen die bunten Memory-Karten auf dem Startbildschirm? Warum benötigt ein modernes Betriebssystem zwei verschiedene, miteinander nicht kompatible Bedienphilosophien? Windows 8 ist jedoch nicht ganz so radikal, wie es auf den ersten Blick scheint. Lohnt dann überhaupt ein Wechsel zu dem neuen Betriebssystem?

Pro

Windows 8, ich bin dabei!

Von Raymond Wiseman

Ich steige um auf Windows 8, aber nicht mit allen meinen PCs. Bewährt haben sich die gekachelte Oberfläche und die Apps auf meinem Windows-Tablet. Und der alte Vista-PC läuft mit dem neuen Windows deutlich schneller. Die gleiche Oberfläche auf dem PC wie auf dem Tablet zu haben, bietet die Chance, Konfiguration und Anwendungen identisch einzusetzen. Allerdings halte ich die Fingerbedienung am PC für überflüssig und lege keinen Wert darauf, meinen Monitor auf Armlänge mit der Hand zu steuern. Doch Windows 8 lässt sich ja auch mit Maus und Tastatur bedienen.

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Und nachdem ich mich einmal an die Windows-Kacheln gewöhnt habe, überlege ich sogar, ob ich nicht von meinem Android-Smartphone aufs kommende Windows Phone 8 wechsle. Aber mein jetziger Arbeitsplatz-Rechner bleibt vorerst bei Windows 7. Hier gilt: Keine Experimente, denn auf ihm sind zu viele Anwendungen installiert, für die noch keine Windows-8-Version verfügbar ist, beispielsweise die Creative Suite von Adobe sowie für manche Peripheriegeräte. Kompatibilität ist auch der Grund, warum ich mit meinem Notebook bei Windows 7 bleibe. Hier sind einfach auf engstem Raum zu viele Komponenten verbaut, deren spezielle Treiber auf Windows 7 abgestimmt sind. Für den Mut zum Umstieg muss gewährleistet sein, dass vorhandene Hard- und Software mit Windows 8 stabil laufen.

Contra

Ich bleibe bei Windows 7

Von Michael Spehr

Windows 8 ist eine Zäsur. Mir gefällt das schnörkellose Design. Aber es gibt für mich keinen Grund, von Windows 7 aus zu aktualisieren. Im Gegenteil: Nicht nur manche ältere Software widersetzt sich Windows 8, sondern auch das eine oder andere aktuelle Programm. Nach meiner Einschätzung macht Microsoft mit Windows 8 zwei strategische Fehler. Erstens wird der Touchscreen für den Desktop-PC oder Notebook scheitern. Schon wegen der ärgerlichen Spuren von Fingerfett auf der Anzeige. Und weil ein PC anders bedient wird als ein Tablet. Der Abstand zum Monitor ist größer, das Berühren des Bildschirms ist ergonomisch ungünstig. Ich glaube gern, dass sich ein PC der Zukunft von Maus und Tastatur verabschiedet. Aber seine Bedienung erfolgt gewiss nicht mit dem Arm in der Horizontalen.

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Microsoft hätte sich besser auf eine Gestensteuerung fokussiert, wie sie etwa Kinect bei Spielen bietet und Leap Motion für den PC. Wenn Leap serienreif ist, stirbt der Touchscreen. Der zweite Irrweg von Microsoft ist der Glaube an Windows-Apps. Er liegt nahe, Stichwort Apple. Schon jetzt nutze ich Dutzende von Apps, zum Beispiel Twitter, Facebook, Hootsuite, Wordpress und viele andere, die aber allesamt im Browser-Fenster laufen. Mit jedem Betriebssystem. Das sind die Apps der Zukunft. Hier ist kein Platz mehr für Proprietäres. Windows 8 wird kein Verkaufserfolg.

Quelle: FAZ.NET

 
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Veröffentlicht: 25.10.2012, 09:56 Uhr

Dem geht die Düse

Von Lukas Weber

Als Kunde soll man nicht alles glauben, was einem der freundliche Händler weis machen will. Das müsse etwas mit dem Vergaser zu tun haben - darauf waren wir auch schon gekommen. Mehr 3 3

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