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Preissuchmaschinen Falsches Sparen

 ·  Preis-Suchmaschinen sind beliebt. Der Markt wird plötzlich transparent und ist übersichtlich, der Vergleich macht klug. Doch davon kann nicht immer die Rede sein.

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Es gibt doch nichts Schöneres, als voller Vorfreude im Internet zu stöbern und den günstigsten Anbieter zu finden. Sei es für die Urlaubsreise, das neue Smartphone oder das Fernsehgerät. Preis-Suchmaschinen sind beliebt, und man kann manches Schnäppchen machen. Der Markt wird plötzlich transparent, übersichtlich sind die einzelnen Anbieter in Listenform aufgeführt, der Vergleich macht klug.

Doch davon kann nicht immer die Rede sein. Die „Computerbild“ erhebt in ihrer aktuellen Ausgabe Vorwürfe gegen die Leipziger Unister GmbH, die unter anderem die Reiseportale Fluege.de, Flug24.de, Travel24.com, Reisen.de, Ab-in-den-Urlaub.de und weitere betreibt. Prominente wie Michael Ballack, Sonya Kraus oder Reiner Calmund werben für die Angebote, und es gibt stets hervorragende Kundenbewertungen für die Unister-Seiten.

Nun will die „Computerbild“ wissen, dass hinter dem Leizpiger Unternehmen ein „Abzock-Imperium“ steckt. Unister schlage heimlich Service-Gebühren auf, es gäbe Klick-Fallen bei Urlaubsbuchungen, viele Schnäppchen seien frei erfunden, die Konkurrenten oft deutlich günstiger als die Unister-Angebote. Auf Fluege.de seien bestimmte Voreinstellungen mit Extrakosten verbunden, und im letzten Buchungsschritt werde heimlich eine Service-Pauschale - „Gebühren und Mehrwertsteuer“ - aufgeschlagen, obwohl, so die „Computerbild“, bei Flugbuchungen alle Extrakosten von Anfang an sichtbar sein müssen.

Wie auch immer diese Vorwürfe zu bewerten sind: „Trau, schau, wem?“ gilt eben auch im Internet. Wer Preisvergleiche im Netz anbietet, hat stets eigene Interessen. Niemand fahndet selbstlos tagesaktuell nach attraktiven Angeboten. Mit der Aufmerksamkeit für eingeblendete Werbung zahlt man in jedem Falle seinen Recherche-Obolus. Und manchmal auch noch mehr.

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Jahrgang 1964, Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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