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Polizei Amtlich bestätigt

 ·  Was kommt dabei heraus, wenn schlampige Polizisten, ein lustloser Rechtsanwalt und eine bockige Versicherung aufeinandertreffen? Ein teures Ärgernis.

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Was kommt dabei heraus, wenn schlampige Polizisten, ein lustloser Rechtsanwalt und eine bockige Versicherung aufeinandertreffen? Ein teures Ärgernis. Alltäglicher Bagatellunfall in einem Taunusstädchen. Um den Verkehr nicht zu behindern, wird die Unfallstelle geräumt (erster Fehler). Die Zeugen fahren derweil weiter (zweiter Fehler). Wir waren in eine Vorfahrtsstraße eingebogen und längst in Geradeausfahrt, der Gegner kam aus der zweiten Reihe angebraust und wollte sich hineinquetschen. Seine Beifahrertür ist konkav, unser linker Kotflügel verbeult. Polizei kommt, macht Fotos und geht. Der Fall scheint klar. Der Sachbearbeiter der gegnerischen Assekuranz, es eine von der Sorte, bei der man hoffentlich nicht versichert ist, sagt am Telefon, nachdem er sämtliche Unterlagen erhalten hat, er brauche nur noch ein Gutachten zur Schadenshöhe. Wird erledigt (dritter Fehler).

Danach ist er nicht mehr zu erreichen. Statt den Schaden zu regeln, schickt er in monatlichem Abstand vier Schreiben, in denen er nach Informationen fragt, die er längst hat. Und als ein halbes Jahr vergangen ist, besorgt er sich endlich den Polizeibericht. Im dem steht Sonderbares: Der Unfallpunkt liegt jetzt zehn Meter zurück an der Einmündung. Zusammenstoß im rechten Winkel wegen Missachtung der Vorfahrt, heißt es. Dass ein Fahrzeug, das einem anderen mit der Front in die Seite fährt, die Schäden vorne und nicht seitlich haben muss, sei zwar richtig, belehrt der Rechtsanwalt. Vor Gericht brauche er aber ein Gutachten zum Unfallhergang. Das lohne nicht. Also auf den Kosten für Anwalt, Sachverständigen und Schaden sitzengeblieben. Merke: Wenn die Polizei das sagt, sitzt die Nase eines Autos an der Seite. Wer schützt uns eigentlich vor den Ordnungshütern?

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (1)

18.03.2013, 17:23 Uhr

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Von Lukas Weber

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