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Playstation 4 : Nicht die Zukunft des Spielens

Was Sony in New York präsentierte, war wenig überzeugend. Die Playstation 4 wurde gar nicht erst gezeigt, auch ihr Preis bleibt ein Geheimnis.

          Wenn Sony die internationale Presse nach New York einlädt, um die neue Playstation 4 zu zeigen, dann sind natürlich alle Augen auf dieses Spektakel gerichtet. Spielekonsolen haben ein langes Leben. Die aktuelle Playstation 3 ist sechs Jahre alt, und zu Weihnachten kommt der Nachfolger, der dann bis 2020 das Maß aller Dinge sein könnte.

          Oder auch nicht. Was Sony am Mittwochabend präsentierte, ist wenig überzeugend. Die Playstation 4 wurde gar nicht erst gezeigt, auch ihr Preis bleibt ein Geheimnis. Nur der Controller und etliche Spiele waren zu sehen. Zugegeben: Hier konnte man schon über manche atemraubende Grafik staunen. Aber ist es das wert? Nach der Vorstellung des Vorgängers im Jahr 2006 mussten wir sage und schreibe vier Jahre warten, bis ein „Kracher“ wie das Autorennspiel Gran Turismo 5 endlich in aller Pracht sämtliche Fähigkeiten der PS-3-Hardware ausreizte.

          Das Problem ist nicht die Grafik und Detailauflösung aktueller Spiele. Das Problem sind fehlende Ideen - und die Verlagerung des Spielemarktes auf Tablet PC. Dazu kommt, dass Sonys jüngste Konsole nicht kompatibel zur PS 3 sein wird, sie verabschiedet sich von der bisherigen Systemarchitektur. Was bleibt? Die Playstation 4 wird im Wohnzimmer vor Kraft strotzen wie das Monster-SUV in der Hauseinfahrt. Zeitgemäß geht anders. Ihre Systemarchitektur orientiert sich an einer glorreichen Vergangenheit der Playstation-Familie. Aber sie zeigt nicht in die Zukunft des Spielens.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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