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Photovoltaikanlage Im Spannungsfeld

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage auf dem Privathaus? Der Blick in die Wirtschaftlichkeitsrechnung offenbart freilich eine Wahrheit, die zum Nachdenken anregt.

Es ist nur Zufall, dass die Angebote über die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Privathaus just in dem Moment im Briefkasten liegen, als neue Hiobsbotschaften über auslaufendes, radioaktiv belastetes Wasser aus dem japanischen Kernkraftwerk Fukushima in der Zeitung stehen. Der Wunsch, „nachhaltige“ Energie zu produzieren, wird dadurch noch bestärkt. Technisch ist die sonnige Anlage auf dem Dach keine größere Herausforderung mehr, sagt der Ingenieur, als Schwachpunkt gilt allenfalls der Wechselrichter, der öfter mal den Geist aufgibt.

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Der Blick in die Wirtschaftlichkeitsrechnung offenbart freilich eine Wahrheit, die zum Nachdenken anregt: Aus sich selbst heraus wird sich die Anlage nie rechnen, sofern der tagsüber produzierte Strom nicht gespeichert werden kann. Und bezahlbare Speicher in vertretbarer Größe sind nicht in Sicht. Allein durch die (den Preis der Anlage maßgeblich bestimmende) Subvention der Einspeisevergütung erreicht der Investor die Gewinnschwelle. Die liegt bei ungefähr zehn Jahren, sofern die Sonne scheint wie angenommen und unterwegs keine weiteren Ausgaben für defekte Module oder schwachbrüstige Wechselrichter fällig werden. Das lässt den Ökologen wie den Ökonomen zögern. Es ist nur Zufall, dass just im Moment des Zögerns die deutsche Politik verkündet, nach 30 Jahren erfolgloser Suche nach einem atomaren Endlager beginne man wieder bei null.

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 19.04.2013, 12:05 Uhr

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Von Hans-Heinrich Pardey

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