Spätestens an den Mautstationen auf dem Weg in die Bretagne wünscht man sich diesen kleinen Kasten an der Windschutzscheibe, der einem die nahezu ungebremste Durchfahrt erlaubt. Aber auch deutsche Innenstädte haben ihre Peiniger. Neulich am Parkautomaten war mal wieder kein Kleingeld zur Hand, weshalb wir erst beim unwilligen Bäcker wechseln, wieder zum Automaten laufen und schließlich das Zettelchen aufs Armaturenbrett legen mussten. Im Parkhaus geht es immerhin meist mit Geldkarte, Schein oder Münze, irgendwas wird schon funktionieren.
Aber vor dem Weg zu Auto und Ausfahrt steht stets der zum Automaten. Daran gewöhnt man sich mehr schlecht als recht und wundert sich erst, wenn man anderes sieht. In Singapur hat jedes Auto einen solchen kleinen Kasten, und der bucht automatisch ab. Überall. Die Einfahrtsgebühr in die Innenstadt ebenso wie die Zufahrt an den Strand von Sentosa (ohne anzuhalten) oder das Parkentgelt in sämtlichen Parkhäusern der Stadt. An die Schranke fahren, in der Anzeige daneben erscheint der Preis, ein Pieps ertönt, die Schranke öffnet sich, fertig. Aufgeladen wird die Geldkarte für den Kasten im 7-11, jenen rund um die Uhr geöffneten Einzelhandelsläden, die es an jeder Ecke gibt. Sehr schick - mit ein paar Einschränkungen: man verliert ein wenig den Überblick über die Kosten. Ganz im Gegensatz zur Staatsmacht: Die hat, so sie es will, allzeit den perfekten Überblick, wann das Auto wo war.