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Olympus Pen E-PL5 Von Kamera an soziales Netzwerk: Achtung, Bilder!

Die Olympus Pen E-PL5 bietet gute Möglichkeiten für die Social Media Fotografen. Die Technik des Fotografieren bleibt erhalten, per Funk kann die Kamera die geschossenen Bilder per App auf Tablets und Smartphones übertragen.

© Hersteller Lochkamera: Pen E-PL5 mit dem Gehäusedeckel, der Bilder machen kann

Opa terrorisierte die Familie mit seinen Dia-Abenden vom Gardasee, Papa gestaltete erst Fotokalender mit echten Abzügen und dann gedruckte Fotobücher, wir posten: Unsere Bilder landen - und zwar möglichst flott - bei Fotocommunity, Flickr oder Facebook, wobei die Reihenfolge dieser drei Namen eine abnehmende Ambition der Bildautoren markiert. Bei Fotocommunity lesen sich die Bildkommentare nicht selten wie Versuche in transzendentaler Ästhetik mit einem Schuss Technik-Geschwurbel, bei Facebook wird einfach nur noch der Like-Button gedrückt.

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Digitalbilder werden natürlich auch versandt, um ein Foto in handgreifliche Abzüge, in ein Poster oder ein bedrucktes T-Shirt zu verwandeln. Egal, wohin und zu welchem Zweck: ein Foto mit einer nicht im Internet zugangsberechtigten Kamera aufzunehmen, es per Kabel oder von der Speicherkarte auf den PC zu laden, dort schönzurechnen und dann erst loszuschicken ist ziemlich umständlich. Wie bequem hat es der Smartphone-Fotograf, für dessen Gerät Speicherung, Bildversand und Wegwerfen sofort nach dem Auslöseklick gleichberechtigte Verarbeitungen sind: „Senden via, Einstellen als, Löschen“.

Per Funk ans Smartphone

Beispielsweise mit der auf der Photokina vorgestellten Olympus Pen E-PL5 - nach dem in Japan üblichen Überspringen der unguten Zahl vier ist es die vierte Generation der Pen Lite - bietet sich ein goldener Mittelweg an: Fotografiere mit allem Komfort, vor allem aber auch mit guten Wechseloptiken, und lass die Pen auf Toshibas 8-Gigabyte-SDHC-Karte FlashAir speichern. Die funkt die Bilder zum Smartphone oder Tablet, sobald das Mobilgerät die Karte als eine W-Lan-Verbindung entdeckt. Die kostenlose App Olympus Image Share schaufelt die Bilddaten herüber, und schon ist „Senden via“ völlig unproblematisch.

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Olympus hat zunächst den mit dem „Accessory Port“ ausgestatteten PenModellen durch den Adapter namens Penpal eine Bluetooth-Verbindung geschaffen. Aber das war eben ein Zusatzgerät, das auf die Kamera gesteckt werden musste. Die FlashAir-Karte (im Internethandel rund 70 Euro) verhält sich weitestgehend wie eine Speicherkarte und braucht keinen zusätzlichen Platz. Merklich höher ist ihr Strombedarf. Früher erschienenen Kameras wie der Pen E-P3 oder der OMD E-M5 hatte Olympus eine Netzanbindung durch eine Eye-fi-Karte von Sandisk mitgegeben, die genauso wie der Penpal mit der E-PL5 funktioniert. Unterschiede zwischen der FlashAir und den Eye-fi-Karten werden Thema eines weiteren Artikels sein.

Für die Hosentasche und für Facebook

Die neue Pen Lite (rund 700 Euro im Internethandel als Set mit dem M.Zuiko Digital 1:3.5-5.6 / 14-42mm II und der FlashAir-Karte) erinnert in Handhabung und Bildqualität sofort an die OM-D, nur eben in einem wesentlich kompakteren, knapp 280 Gramm wiegenden (Metall-)Gehäuse. Kein Wunder, die E-PL5 hat den gleichen 4/3-Zoll-Live-MOS-Sensor, der etwas über 16 Megapixel an den gleichen TruePic-VI-Bildprozessor liefert. Zusätzlich zu den komplexen Einstellmöglichkeiten findet der Benutzer der E-PL5 aber die von der E-PL3 bekannten Bedienungserleichterungen, beispielsweise die Möglichkeit mit einem „Schieber“ auf dem kippbaren Touchscreen die Schärfentiefe zu beeinflussen. Wie gehabt muss man den separaten Blitz in den Accessory Port schieben, wirklich der einzige Wermutstropfen.

Um die Kompaktheit der E-PL5 auf die Spitze zu treiben und trotzdem schussbereit zu bleiben, kann man das Objektiv abschrauben und den Gehäusedeckel Body Cap Lens 1:8/15mm ins Bajonett drehen. Dann passt die Kamera wunderbar in die Hosentasche, der Deckel (knapp 80 Euro) misst in der Tiefe bloß neun Millimeter. Obwohl ausdrücklich nur als Zubehör von Olympus geführt, sitzt in dem robusten Deckel ein Weitwinkel-Fixfokusobjektiv der KB-Brennweite 30 Millimeter. Ein kleiner Schieber gibt die Frontlinse frei und schaltet auf naheste Aufnahmeentfernung von 30 Zentimeter um. Die Bildqualität reicht locker für Facebook.

Quelle: F.A.Z.

 
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