12.02.2012 · Wir sind mal wieder von einem Meinungsforschungsinstitut angerufen worden. Dieses Mal ging es um die japanische Marke Nissan.
Von Holger AppelDiese Woche sind wir mal wieder von einem Meinungsforschungsinstitut angerufen worden. Das geschieht regelmäßig, und meist geht es darum, wie gut die Pressestelle eines Unternehmens arbeitet oder welches Ansehen ein Hersteller genießt. Dieses Mal ging es um die japanische Marke Nissan. Die verlebt an der Seite der französischen Hausherren von Renault eine eher glanzlose Zeit, und uns ist jenseits des Geländegängers Qashqai nicht viel Aufmunterndes eingefallen. Dann erinnerten wir uns unseres letzten Mallorca-Urlaubs, wo der Gang zum Autovermieter stets etwas von Überraschungsei hat. Die Dame wies uns einen Nissan Note zu, mäßige Begeisterung unter den Mitreisenden, ein Strauß an Vorurteilen, acht Tage automobile Ödnis und so.
Angekommen auf der Finca steht da noch ein Note, und schon entsteht ein Gespräch mit dem Urlaubsnachbarn. "So eine langweilige Karre, dachte ich zuerst. Aber das Ding ist richtig pfiffig, viele Ablagen, geräumig." "Ja, da lässt sich sogar die Rückbank verschieben, wir haben den großen Reisekoffer hinten reinbekommen, und die Kinder konnten trotzdem noch kommod sitzen." "Der Motor ist bisschen schwach und laut, aber für die Stadt ist er völlig ausreichend." "Das ist ein unterschätztes Auto." "Ja, richtig, stimmt." Manche Lotusblüte blüht im Schatten. Das ist immerhin ein kleiner Trost für Nissan, wo doch die aufgehende Sonne immer kräftiger andere zu erwärmen scheint.
Frank-Holger Appel Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.
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