http://www.faz.net/-gy9-74ggm

Nexus, iPad oder Kindle? : Die besten Tablets für den Weihnachtsmann

Die Faszination der Tablet PC speist sich aus mehreren Faktoren Bild: Hersteller

Welchen Tablet PC soll man kaufen, wo sind die Unterschiede? Lieber einen besonders kleinen oder eher das Modell mit dem üppigen Bildschirm? Acht aktuelle Tablets im Vergleich.

          Der Tablet-Markt wächst und wächst, jeder vierte verkaufte Rechner gehört derzeit in diese Kategorie. Nach Berechnungen des Branchenverbands Bitkom werden in diesem Jahr 3,2 Millionen Geräte gekauft, 50 Prozent mehr als 2011. Neu ist die Gattung der besonders flachen und leichten Apparate, die mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm ausgestattet sind, jedoch nicht. Aber erst mit dem Start des iPad läutete Apple vor mehr als zwei Jahren den Siegeszug der kleinen PC ein. Seither reißt der Boom nicht ab, in jedem Quartal legt das Segment kräftig zu, und das diesjährige Weihnachtsgeschäft bietet erstmals eine breite Auswahl jenseits vom Platzhirsch Apple, der einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent hält.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Die Faszination der Tablet PC speist sich aus mehreren Faktoren: Sie sind kinderleicht (oder: seniorenfreundlich) in der Bedienung, fast alles lässt sich mit schnell zu erlernenden Fingerbewegungen auf dem Display erledigen. Es gibt keine komplizierten Menüstrukturen wie bei herkömmlichen PC-Betriebssystemen, der intuitive Umgang steht im Vordergrund. Tablet PC sind sekundenschnell „hochgefahren“, und man kann sie eingeschaltet und stets griffbereit liegen lassen, um nach neuer E-Mail zu sehen oder im Internet zu surfen. Es sind allzeit bereite Zweitbildschirme, die vor allem im Wohnzimmer verwendet werden und dem Fernsehgerät den Rang ablaufen. Mit hochauflösenden Anzeigen und langer Akkulaufzeit sind Tablet PC bestens für Multimedia, Filmwiedergabe und Spiele gerüstet.

          Huawei Mediapad 10 Full HD: Ein Aufstiegskandidat mit Anschlüssen für eine Tastatur
          Huawei Mediapad 10 Full HD: Ein Aufstiegskandidat mit Anschlüssen für eine Tastatur : Bild: Hersteller

          Ein erste Orientierung vor dem Weihnachtseinkauf beginnt mit höchst subjektiven Überlegungen: Welche Bauform soll der Kandidat der Wahl mitbringen? Gerade an der Displaydiagonale, die hierzulande amerikanisch in Zoll angegeben wird (1 Zoll sind 2,54 Zentimeter), scheiden sich die Geister. Damit man mehr sieht und HD-Filme in voller Pracht bewundern kann, sind mindestens 10 Zoll vonnöten, wie sie etwa ein iPad 4, Nexus 10 von Google, Huawei Mediapad 10 Full HD oder Samsung Galaxy Tab 2 10.1 mitbringen. Die beiden ersten Modelle bieten eine spektakuläre Bildschirmauflösung von 2048 × 1536 Pixel (264 ppi, Pixel je Zoll) und 2560 × 1600 Pixel (300 ppi), da halten selbst die meisten Notebooks nicht mit. Ist also die schiere Größe entscheidend?

          Google Nexus 7: Günstig und gut für die Sakkotasche
          Google Nexus 7: Günstig und gut für die Sakkotasche : Bild: Hersteller

          Die Anhänger der 7-Zoll-Fraktion werden widersprechen. Die 10-Zöller mit einem Gewicht von mehr als 600 Gramm seien viel zu schwer fürs stundenlange Halten in der Hand. Besonders leichte und kleine Geräte im Buchformat gelten demnach als die besseren Tablets. Amazons Kindle Fire HD wiegt nur 400 Gramm, das Nexus 7 von Google kommt auf 340 Gramm und das neue iPad Mini auf gar nur 300.

          Jedes Gramm zählt, nicht nur beim Halten, sondern auch auf Reisen - oder beim Verstauen in der Jackentasche. Wer einen Kandidaten aus der Liga von 7 bis 8 Zoll ausprobiert hat, wird sich diesen Argumenten nicht verschließen können. Mit den kleinen Geräten entsteht ein neues Tablet-Erlebnis, und weil sie günstiger sind als ihre größeren Brüder, nimmt man sie auch dorthin mit, wo man mit einem 700-Euro-Boliden eher zögert.

          Weitere Themen

          Mit Masken das iPhone X knacken Video-Seite öffnen

          Vietnamesische Experten : Mit Masken das iPhone X knacken

          Computerspezialisten und Biometrie-Experten aus Vietnam wollen Apples Gesichtserkennung im neuen iPhone X mit einer relativ einfach erscheinenden Maske überlistet haben. Ein Forscher zeigt hier dieser Tage in Hanoi, der Hauptstadt Vietnams, wie das mit dieser Maske aus Plastik, 3D-Druckermaterial, Silikon und Papierband klappen soll.

          Topmeldungen

          Roy Moore : Missbrauchsvorwürfe? Und wenn schon!

          Roy Moore will heute gegen den Willen des republikanischen Establishments Senator von Alabama werden. Der Missbrauchsskandal hat ihm geschadet, trotzdem hat er gute Chancen die Wahl zu gewinnen – auch weil eine Wählergruppe zu ihm hält, von der man es nicht erwartet hätte.

          Netflix veralbert seine Nutzer : Guckloch

          „Wer hat euch verletzt?“ Das Streamingportal Netflix forscht seine Nutzer aus und macht auf Twitter auch noch Witzchen darüber. Das kommt gar nicht gut an.
          Nicht nur Julia Klöckner lehnt ein Kooperationsmodell ab, auch andere führende Unionspolitiker haben für den Vorschlag wenig Begeisterung übrig.

          Kooperationsmodell : Union lehnt „KoKo“ ab

          Bei den Genossen wird der Vorstoß vom linken Parteiflügel intensiv diskutiert. Was der SPD wie eine echte Alternative scheint, stößt bei der Union jedoch auf wenig Begeisterung.
          Hemmungslose Bereicherung? Grasser und Plech im Gerichtssaal

          FPÖ-Schmiergeldaffäre : Wo woar mei Leistung?

          Einst galt Karl-Heinz Grasser als schillernde Gestalt der FPÖ. Nun wird dem Politiker vorgeworfen, systematisch an der Einwerbung von Schmiergeldern beteiligt gewesen zu sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.