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Veröffentlicht: 01.02.2013, 12:00 Uhr

Navi Hühnerdieb

Das Navi im Ersatzfahrzeug ist herstellerseits fest eingebaut, und es stammt von TomTom. Und es nervt dermaßen mit seinen Ansagen.

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Auch aus dem lästigsten Ungemach lässt sich ein gewisser Erkenntnisgewinn ziehen. Dem Hühnerdieb, der das neue Auto aufgebrochen hat, um das mobile Navi zu stehlen, ist selbstverständlich Gottes Feuer aufs Haupt gewünscht worden. Er hat den zigfachen Betrag dessen, was zur Finanzierung seiner Sucht bei dieser Aktion herausgesprungen sein mag, als Schaden am Auto angerichtet. Und hat damit paradoxerweise doch für die Bestätigung gesorgt, dass es richtig war, kein fest eingebautes Navigationsgerät mit dem Auto zu ordern. Denn während der lädierte Wagen für über eine Woche in die Werkstatt muss, wird ein Ersatzwagen desselben Herstellers und von ganz ähnlichem Typ kutschiert.

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So weit, so gut, und alles wie gewohnt, bis auf das Navi. Das ist im Ersatzfahrzeug herstellerseits fest eingebaut, und es stammt von TomTom. Und nervt dermaßen mit seinen Ansagen, dass der Verlust erst so richtig qualvoll erlebt wird. Die Frauenstimme kann Wörter wie Universität nicht aussprechen und verweist manchmal nicht auf den nächsten Ort, sondern etwa auf „Ost/Süd“, ohne zu sagen, dass es da um Industriegebiete geht. Über die vertraute Ansage „A5“ lispelt sie hinweg, um dann E451 zu zernuscheln, weil ihr wohl der Schrägstrich querkommt. Am meisten aber nervt ihr „Bleiben Sie links. Dann: Bleiben Sie links.“ ohne nähere Bezeichnung der einzuhaltenden Fahrspur. Aber vielleicht erklärt dieser Unsinn ja die Vielzahl der Linksschleicher auf der Überholspur.

The Golf

Von Holger Appel

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