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Huawei Ascend D1 Quad XL : Dicker Dauerläufer mit viel Energie

Alles andere als schmal und schick: Wer weniger auf das Aussehen als auf außerordentliche Akkulaufzeiten Wert legt, wird das Gerät dennoch attraktiv finden. Bild: Hersteller

Das Huawei Ascend D1 Quad XL gibt einfach nicht auf. Auch wenn das neue Smartphone des chinesischen Unternehmens nicht auf den ersten Blick überzeugt: Lange Akkulaufzeiten, ein neuer Prozessor und der Bildschirm machen es durchaus attraktiv.

          Es gibt technikaffine Menschen, die fassen das Ding gar nicht erst an. Zu klobig, zu unsexy, zu schwer. In der Tat war Huawei beim Design des Ascend D1 Quad XL wenig kreativ. Man könnte den Eindruck gewinnen, den Chinesen geht jetzt schon die Luft aus. Das Smartphone ist 11,5 Millimeter dick, wiegt 145 Gramm, und sein angerauhter schwarzer Rücken fühlt sich an, als hätte es eine permanente Gänsehaut. Wird das schnell aufstrebende Unternehmen Huawei etwa nachlässig bei seinen neuen Produkten? Oder ist die Erscheinung bloßes Kalkül? Die Werbung für das neue Smartphone deutet jedenfalls auf Letzteres. Huawei bewirbt auf seiner Webseite das D1 mit „Ach du dickes Ei“. Die Erklärung folgt sogleich: „Egal, ob Display, Akku oder Prozessor, das Huawei Ascend D1 Quad XL bietet dir stets das Quäntchen mehr.“

          In dieser Aussage steckt mehr als ein Quäntchen Wahrheit. Den Prozessor, ein Quad-Core mit 1,4 Gigahertz, entwickelte Huawei selbst. Er wurde erstmals in diesem Smartphone eingesetzt. Der Akku hat eine sehr lange Laufzeit. Und der IPS-Bildschirm - also keine Amoled-Anzeige - hat eine Größe von 4,5 Zoll (11,59 Zentimeter Diagonale) mit einer Auflösung von 1280 × 720 Pixel. In puncto Schnelligkeit und Auflösung hält das Ascend D1 mit den Oberklassegeräten von Samsung und Apple gut mit, in Sachen Ausdauer lässt es vermutlich die gesamte Konkurrenz hinter sich. Vor der Kamera muss sich niemand verstecken. Sie nimmt Bilder mit acht Megapixel und Videos in Full-HD mit 1080 Bildzeilen auf. Die Frontkamera ist wie gewöhnlich etwas schwächer mit 1,3 Megapixel und lediglich 720 Bildzeilen. Allerdings ist die Qualität der Bilder - gerade in Innenräumen - nicht mehr als Mittelmaß. Dank eines Micro-SD-Slots lässt sich der Speicher um 32 auf 40 Gigabyte erweitern.

          Software ist nicht immer flüssig

          Bei der Software verzichtet Huawei glücklicherweise auf eine eigene Benutzeroberfläche. Es ist (fast) pures Google-Android in der Version 4.0 (Ice Cream Sandwich). Allerdings hat Huawei ein paar wenige Funktionen aus späteren Androidversionen eingepflegt. So wurden etwa der Startbildschirm mit den vier Auswahlmöglichkeiten angepasst, die obere Leiste modifiziert, Googles Browser Chrome mit draufgepackt und ein Schnellstart-Modus eingebaut. Bei bestimmen Anwendungen zeigt die Software trotz des Quadcore-Prozessors nicht immer flüssige Bewegungen. Texte auf Websites verhalten sich beim Scrollen häufiger etwas störrisch und halten zu abrupt an.

          Das Ascend D1 Quad XL könnte Menschen gefallen, die bis zum heutigen Tag etwa Apple-Produkte mit dem Hinweis ablehnen, dass Mac & Co. Schnickschnack und ein Computer oder Handy ein Gebrauchsgegenstand seien, der nur zu funktionieren habe. Und so ist es: Das Smartphone liegt spürbar in der Hand, hat einen ausdauernden Akku und läuft mit fast purem Android. Klar, es ist etwas klobig, unsexy und schwer. Aber das macht nichts - solange man es nicht anschaut.

          Quelle: F.A.Z.

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