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VW Polo, Seat Ibiza und Škoda Fabia : Die drei aus der Sparklasse

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Drei Modelle verkaufen sich besser als eins: Den VW Polo gibt es auch als Seat Ibiza sowie als Škoda Fabia. Formal liegen die drei Kandidaten wie beim Einstiegspreis nicht auf gleicher Linie. Wo liegen die Unterschiede?

          Klein ist schick. In der Vier-Meter-Klasse drängelt sich mehr als ein Dutzend attraktiver Kontrahenten auf dem Markt, um die wachsende Nachfrage nach preisgünstiger Mobilität zu befriedigen. In der Stadt haben die Kleinen allemal ihre Vorteile: Die knappe Parklücke lässt sich in einem Rutsch erobern. Der VW-Konzern besetzt mit einem Trio den Markt, das seine Verwandtschaft nicht leugnen kann. Der Seat Ibiza, der Škoda Fabia und der VW Polo nehmen sich in der Länge fast nichts. Die beiden Modelle aus Deutschland und Tschechien messen rund vier Meter, nur der spanische Vertreter reckt die Nase keck nach vorn und übertrifft die Kollegen um rund fünf Zentimeter. Fast gleichauf liegen sie beim Raumangebot, das jenes des ersten VW Golf von 1974 deutlich übertrifft.

          Den Fabia gibt es ausschließlich mit vier Türen, bei VW und Seat sind die Basisversionen mit nur zwei ausgestattet. Und hier ist die feine Abstimmung des Modellangebots per Lex Wolfsburg zu erkennen. Die Konzernzentrale lässt den Seat in Verbindung mit der kleinsten Motorisierung ausschließlich als Zweitürer anrollen. Das ist ein Dreizylinder-Benziner mit 1,2 Liter Hubraum und 44 kW (60 PS), der von Škoda beigesteuert wird. Wer den Ibiza als viertürige Version wünscht, bekommt das Dreizylinderaggregat in einer leistungsstärkeren Ausführung, die 51 kW (70 PS) liefert, zum Preis von 12790 Euro. Auch bei VW will der Einstieg für die Fondpassagiere extra bezahlt werden.

          Das Grundmodell, ebenfalls vom Dreizylinder-Benzinmotor mit 44 kW angetrieben, kostet 12275 Euro. Für die viertürige Version sind 735 Euro extra fällig, das macht dann immerhin schon 13010 Euro und markiert so für VW – wer hat es nicht schon vermutet – den höchsten Einstiegspreis des Trios. Der Škoda Fabia kostet mit dem 1,2-Liter-Dreizylinder 10580 Euro. Alle Wettbewerber sind mit ABS und ESP ausgestattet, haben ein zweifach verstellbares Lenkrad und eine elektrohydraulische Servolenkung, deren Pumpe nur dann arbeitet, wenn Unterstützung gefordert ist.

          Der Polo schaut aus wie ein Golf en miniature...
          Der Polo schaut aus wie ein Golf en miniature... : Bild: Hersteller

          Der Polo schaut aus wie ein Golf en miniature

          Formal liegen die drei Kandidaten wie beim Einstiegspreis nicht auf gleicher Linie. Der Polo schaut aus wie ein Golf en miniature. Sachliche Linien geben ihm Seriosität. Der Kühlergrill mit den flankierenden, zwinkernden Scheinwerfern erinnert klar an den Golf. Bei Škoda geht es etwas verspielter zu, wenngleich der Fabia nach seiner jüngst genossenen Modellpflege deutlich erwachsener wirkt. Hier wurde der Grill mit einer Chromspange verziert, wurden die Scheinwerfer weiter in die Kotflügel hineingezogen und die horizontalen Linien der Frontpartie stärker betont. Das nimmt dem kleinsten Škoda etwas von seiner ursprünglichen Hochbeinigkeit, geblieben ist die sogenannte Visieroptik: die sich (von der Seite betrachtet) nach hinten verjüngende Fensterlinie. So wird der Fabia unverwechselbar. Seat geht wesentlich emotionaler mit der Karosserie-Gestalt um. Keilförmige Kanten und gewölbte Radien kennzeichnen den Ibiza, konvexe Flächen wechseln sich mit konkaven Dehnungen ab. Die Front wirkt mit ihren großen Lufteinlässen im Stoßfänger und den fast schlitzförmigen Scheinwerfern beinahe aggressiv.

          Innen übt sich der Polo in Zurückhaltung. Schlicht, aber hochwertig sind die Materialien. Alles ist unaufgeregt und deshalb funktional angeordnet. Die Bedienung fällt leicht und stellt keine Herausforderungen an den Fahrer. Der Polo erklärt sich selbst. Und da der Baukasten des Konzerns zwar Variantenreichtum bereithält, wenn es um die Optik geht, aber kaum einen Spielraum für Selbstbedienung der anderen Marken gewährt, können Fabia und Ibiza ihrem Wolfsburger Pendant in Sachen Benutzerfreundlichkeit durchaus das Wasser reichen. Hebel und Schalter fassen sich gut an, funktionieren mit jenem satten Einrasten, wie man es früher nur in teureren Autos erleben durfte, und sind mit einer klaren Symbolik gekennzeichnet.

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