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Mini Countryman : Jeder Offroad-Meter zählt

  • -Aktualisiert am

Startet am 11. Februar in die zweite Generation: Mini Countryman Bild: Hersteller

Ein echter Erfolgstyp geht in die zweite Runde. Im Mini Countryman gibt es nun noch mehr Platz. Das Kompakt-SUV kommt im Sommer das erste Mal als Plug-in-Hybrid.

          Mit mehr als 550.000 verkauften Fahrzeugen ist der Countryman ein echter Erfolgstyp, auch wenn viele Mini-Fans vor sechs Jahren dem ersten Modell der Marke mit mehr als vier Metern Länge und mit optionalem Allradantrieb eher skeptisch entgegenblickten. Bei der vom 11. Februar an startenden zweiten Generation haben die Strategen einem angeblich langgehegten Kundenwunsch entsprochen: dem nach mehr Platz. Mit 4,30 Metern Länge ist der Countryman um stolze 20 Zentimeter gewachsen, der Radstand wurde um 7,5 Zentimeter auf 2,67 Meter vergrößert. Mit ordentlichem Raumangebot und unverändert agiler, typischer Fahrdynamik rollt jetzt ein praktisches Kompakt-SUV auf die Straßen, bei dem der Fahrspaß ganz oben steht.

          Mit kurzen Überhängen und nach unten verbreiterter Karosserie wirkt der britische Landmann trotz des Längenzuwachses nicht aufgeblasen, die Proportionen stimmen nach wie vor. Stärker konturierte Kotflügel betonen jetzt mehr den Offroad-Charakter des mit Front- oder Allradantrieb erhältlichen Viertürers, der sich die Architektur mit dem BMW X1 teilt. Innen bietet der Fünfsitzer mehr Kopf- und Schulterfreiheit, auf den drei hinteren Sitzen gibt es deutlich mehr Beinfreiheit. Das Gestühl lässt sich um 13 Zentimeter längs verschieben, die neigungsverstellbaren Lehnen sind nach vorn umlegbar. Mit 450 bis maximal 1390 Liter passen jetzt 220 Liter mehr Gepäck hinter die auf Wunsch elektrisch öffnende Heckklappe.

          Um zwanzig Zentimeter Länge gewachsen. Bilderstrecke
          Um zwanzig Zentimeter Länge gewachsen. :

          Das Interieur entspricht weitgehend dem der anderen Mini-Versionen, es wirkt im Vergleich zum Vorgänger hochwertiger. Das riesige runde Zentralinstrument in der Mitte verfügt je nach Ausstattung erstmals über einen berührungsempfindlichen Bildschirm, über den - zusätzlich zum Drehknopf in der Mittelkonsole - Telefon, Audiosystem oder Navigation gesteuert werden. Witziges Detail im Bordmonitor: der optionale Mini Country Timer erfasst mit Hilfe der Daten aus dem Steuergerät der Dynamischen Stabilitätskontrolle alle Fahrten auf unebenen Strecken. Selbstverständlich ist für den Countryman eine Vielzahl von Fahrassistenzsystemen von adaptivem Geschwindigkeitsregler über Verkehrszeichenerkennung bis hin zu Head-up-Display und Parkassistent verfügbar. Serienmäßig ist ein City-Notbremssystem.

          Die Preise reichen von 26 500 bis 35 900 Euro. Das Motorenangebot umfasst zum Start vier direkteinspritzende Turboaggregate vom 136 PS starken 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner im Cooper über den Zwei-Liter-Otto mit 192 PS im Cooper S bis zum Zweiliter-Diesel mit 150 und 190 PS in Cooper D und Cooper SD. Alle Motoren bieten im Vergleich zur letzten Generation bessere Fahrleistungen bei bis zu 1,4 Liter geringerem Kraftstoffverbrauch. Von März an ist auch der mit 231 PS besonders potente John Cooper Works Countryman zum Preis von 38 990 Euro verfügbar.

          Jedes Modell kann mit dem 2000 Euro Aufpreis erfordernden elektronisch gesteuerten Allradantrieb kombiniert werden, für den sich bisher rund die Hälfte aller Countryman-Kunden entschieden hat. Der Cooper SD kommt immer mit Acht-Stufen-Automatik, für die übrigen Versionen kann statt der serienmäßigen Sechs-Gang-Handschaltung für 1800 Euro eine Sechs-Gang-Automatik (Cooper) oder die 1950 Euro teure, sanft und blitzschnell schaltende Acht-Gang-Steptronic (Cooper All4, Cooper S und D) geordert werden.

          Noch vor den erst später im Jahr verfügbaren Basismotorisierungen One und One D geht im Juni der Cooper SE Countryman ans Werk, der erste Plug-in-Hybrid der Marke. Analog zum Familienmitglied BMW 225 xe Active Tourer treibt auch im Hybrid-Mini der 136 PS starke Benziner die Vorderräder an, während der 65 kW starke Elektromotor seine Kraft an die Hinterräder leitet. Die Kombination soll nach Norm bis zu 40 Kilometer rein elektrisches Fahren und einen kombinierten Verbrauch von 2,1 Liter je 100 Kilometer ermöglichen (49 g CO2/km).

          Quelle: F.A.Z.

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