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Mercedes-Benz E-Klasse Coupé : Trio mit vier Zylindern

  • -Aktualisiert am

Das neue Coupé der Mercedes E-Klasse Bild: Daimler AG

Mercedes-Benz hat die Dimensionen des Coupés im Vergleich zur Limousine verändert. Der Zwang zur Verbrauchs- und Schadstoffreduzierung hat die Zahl der Zylinder schrumpfen lassen.

          Der Form eines Coupés wohnt eine besondere Magie inne. Wen wundert es da, dass selbst SUV coupéartige Gestalten annehmen, dass brave Limousinen mit vier Türen dank einer dynamisch nach unten gezogenen Dachlinie und der trickreichen Kaschierung der beiden hinteren Pforten mit Genen der sportlich-eleganten Zweitürer versehen werden? Mercedes-Benz bedient den Markt mit drei klassischen Coupés. Die mittlere Baureihe, die im vorigen Jahr erneuerte E-Klasse, bekommt jetzt Zuwachs von der aktualisierten Coupé-Version, sie ist geprägt vom neuen Designstil der Marke, der das Ende der Sicken und Kanten ausrufen soll.

          „Serious Clarity“ haben die Gestalter den neuen Pinselstrich genannt, der leichter und weicher das Spiel mit Licht und Schatten gewinnt und der langen Karosserie des Coupés jenen sportlich-eleganten Charakter verleiht, den der anspruchsvolle Kunde erwartet. Schließlich muss er wenigstens 49 051 Euro für das Basismodell mit einem 184 PS (135 kW) starken Vierzylinder-Benziner bezahlen.

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          Gut zwölf Zentimeter länger ist das Coupé geworden :

          Wie, nur vier Zylinder? Das war vor knapp 50 Jahren noch anders, als das Coupé der Baureihe W 114 debütierte und im Gegensatz zur Limousine ausschließlich mit Reihensechszylindern zu haben war. Sechs Generationen sind seither erschienen, die Absatzzahlen der Coupés haben sich seither von ehemals gut 60.000 Fahrzeugen der Erstauflage auf mehr als 260.000 Exemplare beim Vorgängermodell der jetzt vorgestellten Serie erhöht. Auf der Strecke geblieben sind die Reihenmotoren mit sechs Zylindern, die solchen mit V-Anordnung gewichen sind.

          Der Zwang zur Verbrauchs- und Schadstoffreduzierung hat auch die Zahl der Zylinder schrumpfen lassen. Zunächst gibt es nur im E 400 Coupé einen V6, der immerhin im weiteren Leben von einem Reihensechser ergänzt oder ersetzt werden wird. Daneben beflügelt ein Vierzylinder-Trio das E-Coupé, zwei Benziner und ein Diesel. Alle haben das neunstufige Automatikgetriebe, das Spitzenmodell zusätzlich den Allradantrieb 4-matic.

          Karosserie ist deutlich gewachsen

          Wie schon in der Vergangenheit hat Mercedes-Benz die Dimensionen des Coupés im Vergleich zur Limousine verändert. Der Radstand ist um 6,6 Zentimeter auf 2,87 Meter geschrumpft, die Bodenfreiheit um 1,5 Zentimeter, die Spurweite dagegen hat vorne wie hinten um fast sieben Zentimeter zugelegt. Die Karosserie ist verglichen mit dem Vorgängermodell deutlich gewachsen. Gut zwölf Zentimeter länger ist sie geworden, sie streckt sich nun auf 4,83 Meter. Auch die Breite und die Höhe haben zugenommen. Das Kofferraumvolumen beträgt 420 Liter, die Zuladung liegt bei Gesamtgewichten von knapp 1700 deutlich über 500 Kilogramm. Erhalten wurden eine Silhouette mit schlanken A-Säulen und rahmenlose sowie elektrisch voll versenkbare Fenster, die ohne B-Säule auskommen.

          Der neu entwickelte Zweiliterdiesel im 220 d leistet 194 PS und verbraucht nach Norm 4,0 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer. 400 Newtonmeter Drehmoment gibt er bei 1600 Umdrehungen in der Minute ab, und er ist mit 50 575 verträgliche 1525 Euro teurer als das Basismodell. Gleich 54.740 kostet das E-300-Coupé mit dem kräftigeren Zweiliterbenziner, der hier 245 PS und 370 Nm Drehmomentspitze anbietet. Seinen Konsum gibt der Hersteller mit 6,4 Liter an. Auf 333 PS und 480 Nm bringt es der Dreiliter-V6, der 8,1 Liter Benzin auf 100 Kilometer verlangt und das Coupé 64 807 Euro teuer macht.

          Neu in der schlanken Variante der E-Klasse sind das effizienter arbeitende Scheibenwischersystem Magic-Vision, das Waschwasser direkt über das Wischerblatt auf die Glasfläche sprüht, Lüftungsdüsen in verspielter Turbinenoptik sowie zweiteilige Rücklichter mit kristallinen Leuchtflächen und Begrüßungsfunktion beim Entriegeln des Fahrzeugs. Auffällig war bei ersten Probefahrten die kernige Geräuschentwicklung der Vierzylinderbenziner, die den neuen Diesel beinahe als die bessere Wahl in dieser Leistungsklasse erscheinen lassen. Aber auch das sportive Fahrverhalten des Coupés, das sich gleich mit welcher Motorisierung mit hoher Präzision und genussbetont über kurvige Straßen lenken lässt. Während der Geradeausfahrt helfen dann die adaptiven Assistenten beim halbautonomen Fahren, einparken lässt sich der Wagen außerdem über Smartphone-App vollautomatisch.

          Quelle: F.A.Z.

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