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Fahrtbericht Opel Antara 2.0 CDTI : Mit ein wenig Hilfe von Freunden aus Fernost

  • -Aktualisiert am

Erstaunliche Anfahrstärke beim Spätgeborenen Bild: Hersteller

Opel ist spät dran mit seinem SUV, dem Antara 2.0 CDTI Edition. Der etwas durstige Diesel zeigt sich als durchzugsstarker Vertreter seiner Gattung und als waschechter Opel. Dabei kommt er aus Südkorea.

          Da steht er nun, der Spätgeborene der Klasse. Lange hat der Opel-Freund im sonst gutsortierten Portfolio der Marke kein SUV mehr finden können, erst jetzt kommt der Antara auf die Straßen. Damit ist er ein Nachzügler im Vergleich mit den Angeboten der japanischen und koreanischen Hersteller, aber immer noch früher als die der Wettbewerber Ford oder Volkswagen.

          Drei verschiedene Motoren können für den stramm gezeichneten Viertürer bestellt werden. Ein 2,4-Liter- und ein 3,2-Liter-V6-Benziner sind zu haben, die wohl geeignetste Kraftquelle ist jedoch der Zweiliter-Diesel mit vier Zylindern und 110 kW (150 PS). Der ist nicht mit dem Basisniveau der Baureihe zu kombinieren, es muss schon die nächsthöhere Ausstattungsstufe mit der Bezeichnung Edition zum Preis von 31 560 Euro sein, um in den Genuss des höchsten Drehmoments in diesem Trio zu gelangen.

          Nicht am Chrom gespart

          Die scharfen Formen der Studie Antara GTC, mit der Opel auf der IAA des Jahres 2005 für Furore sorgte, hat der Serien-Antara abgelegt. Der mächtige Bug mit der handbreiten Chromspange über dem Kühlergrill zeugt eindeutig von Blutsverwandtschaft mit den anderen Opel-Wagen, das hohe Heck verspricht ein ordentliches Kofferraumvolumen, dazwischen dominieren klare Linien. Die Dachreling gehört zur Serienausstattung.

          Drei verschiedene Motoren stehen zur Wahl
          Drei verschiedene Motoren stehen zur Wahl : Bild: Hersteller

          Innen empfängt die typische Opel-Atmosphäre mit dunklen Farben für Armaturenbrett und Instrumententräger, die nur von aluminiumartigen Intarsien unterbrochen werden. Mit dem Einsatz von Chrom-Zierde haben die Designer nicht gespart. Handbremshebel und der Haltegriff für den Beifahrer oder die Einfassungen der Luftdüsen glitzern miteinander um die Wette. Dafür wird an anderer Stelle geknausert. Die Armauflagen in den Türverkleidungen sind ungepolstert, der anthrazitfarbene Kunststoff ist hier ebenso wenig griffsympathisch wie der in der Mittelkonsole verarbeitete.

          In Südkorea gebaut

          Das kleine Dreispeichenlenkrad sieht schick aus, fasst sich aber aufgrund des nicht sonderlich weichen Kranzes kaum angenehmer an. Dabei sind die Fernbedienungstasten in den Speichen des Volants von schmeichelnder Güte und Solidität, da soll einer sagen, man könne bei Opel nicht wertig verarbeiten. Immerhin ist das Lenkrad in Höhe und Länge einstellbar, die Sitze beweisen gute Langstreckentauglichkeit, und die Bedienelemente finden sich dort, wo sie bei einem Auto aus Rüsselsheim immer zu finden sind.

          Doch halt, der Antara ist nicht vom Main und auch nicht aus Europa. Gemeinsam mit dem GM-Schwestermodell Chevrolet Captiva wird er in Südkorea gebaut. Die Ähnlichkeit der beiden wird aber erst auf den zweiten Blick sichtbar. Und mit viel feiner Abstimmungsarbeit bei Technik und Design ist es gelungen, dem Antara einen typischen Opel-Charakter zu geben. Mit vertrautem Klang startet der Selbstzünder willig und legt dabei selbst bei frostigen Temperaturen keine Müdigkeit an den Tag.

          Nur wenige Ablagen

          Schnell wärmt der Vierzylinder den Innenraum, ihn unterstützen dabei die in drei Stufen zu temperierenden Sitzheizungen vorn. Allerdings liegen deren Schalter versteckt unter der Mittelarmlehne, die als Klappe eines geräumigen Staufachs auf dem Mitteltunnel thront und in Längsrichtung verschoben werden kann. Dabei wird die Heizung häufig versehentlich eingeschaltet, stellt dabei aber unter Beweis, wie flink sie Sitzfläche und Lehne erhitzt.

          Sonst finden sich nur wenige Ablagen im Antara, das Handschuhfach ist zwar großzügig dimensioniert, aber als kleine offene Fächer gibt es nur die Türtaschen. Im Kofferraum sind unter der Bodenplatte das Notrad und andere Pannen-Utensilien ordentlich verstaut, die Wände sind gerade und machen es einfach, die etwas knappen 370 Liter Stauvolumen effizient zu nutzen. Wenn Sperriges transportiert werden soll, sind die Rückenlehnen schnell und ohne Demontage der Kopfstützen nach vorn geklappt.

          Viel Platz und elektronische Hilfsmittel

          Eine Mechanik hebt zusätzlich die Sitzflächen der asymmetrisch geteilten Sitzanlage, so entsteht eine völlig ebene Ladefläche. Der Stauraum hat dann 1420 Liter Volumen.

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