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Elektrorad für die Stadt : Ab in die Wohnung

Winora Radius Urban Bild: Pardey

Keine Garage und auch keinen geschützten und sicheren Stellplatz für das teure Elektrorad? Dann ist das Urban von Winora die richtige Kompaktlösung für die Stadt.

          Landauf, landab wird gerade das Lastenfahrrad mit elektrisch unterstütztem Antrieb zur Mode der Saison ausgerufen. Auf den Straßen bleibt es jedoch, so nützlich es für die junge Familie wie für den Gewerbetreibenden sein mag, immer noch eher ein Sonderfall. Wesentlich weniger beachtet, dafür schon etwas zahlreicher rollt ein Typ von Elektrorad durch die Städte, der genau für deren Bewohner konzipiert ist. Die Stadtwohnung hat nicht in jedem Fall eine Garage oder auch nur einen geschützten und sicheren Stellplatz für das teure Elektrorad.

          Hans-Heinrich Pardey

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Also muss es in den Hausflur passen oder gar in die Wohnung, und es soll auch öfter als nur ganz gelegentlich mit in die Bahn genommen werden können. Eine mögliche Lösung für dieses Anforderungsprofil heißt Kompaktrad und rollt wie beispielsweise das die Stadt schon im Namen tragende Radius Urban von Winora auf 20-Zoll-Rädern. Trotz der an ein Kinderrad gemahnenden Laufradgröße entspricht die – eher aufrechte – Sitzposition der auf einem herkömmlichen 28-Zoll-Rad.

          Wer solch ein Rad bewegt, wird dauernd gefragt: „Kann man das zusammenfalten?“ Die ganz Schlauen geben sich rasch selbst die Antwort: „Ach nein, das ist ja elektrisch.“ Nun gibt es zwar sehr wohl richtige Falträder mit Elektromotor, aber ein Kompakt-Pedelec wie das Radius lässt sich allenfalls in seiner Sperrigkeit etwas reduzieren: Man kann die Pedale anklappen, den Lenker am Speedlifter umlegen (und in der Höhe verstellen), doch der starre Rahmen hat kein Gelenk zum Falten. Nicht nur beim Parken, sondern auch im ÖPNV ist das Anklappen der Pedale angenehm. Fahrräder mit solch kleinen Reifen fahren mancherorts umsonst mit.

          Andererseits sind die kleinen Laufräder nicht gerade das, was man sich auf weiteren Strecken wünscht – besonders, wenn es holprig wird. Faustregel: 20 Zoll nimmt jedes Schlagloch mit. Ein Tourenrad für längere Ausflüge will das Radius aber auch nicht sein. In der Stadt rollt es auf seinen Big-Ben-Ballonreifen von Schwalbe recht komfortabel und lässt sich dank des steifen Rahmens auch agiler fahren, als es im Stand wirkt. Für rund 2300 Euro ist das Radius mit einem Yamaha-Antrieb (PW-Mittelmotor, Akkupack mit 400 Wattstunden), Drei-Gang-Schaltung (Sram iMotion), hydraulischen Scheibenbremsen, Lichtanlage und allem weiteren für den Alltagsbetrieb Nötigen ausgestattet.

          Auch wenn es so ausschaut: Das Rad hat keinen Zahnriemen, sondern gegen Verschmutzung eine praktische auf der Kette mitlaufende Abdeckung. Der Motor jammert deutlich hörbar vor sich hin, je nach Fahrweise und Topographie wird man mit dem Akku zwischen 50 und 70 Kilometer weit kommen. Das sollte am vorgesehenen Einsatzort Stadt völlig ausreichend sein.

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