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Erste Probefahrt BMW X3 : X-Faktor und Jodelrufe

BMW hat seinen kompakten SUV-Bestseller X3 neu aufgelegt. Bild: Hersteller

BMW hat seinen SUV-Bestseller X3 neu aufgelegt: mit neuen Assistenzsystemen und mit deutlicherer Hinwendung an aktiv sportlichere Fahreigenschaften und mit fünf Motoren zur Wahl.

          Der X-Faktor hat BMW seit dem Frühjahr 2000 eine hausgemachte Sonderkonjunktur beschert: Mit dem Start seines ersten SUV hatten sich die Münchner schnell eine Spitzenposition im rasch wachsenden Rudel der höflich-sportlichen und leistungsbewussten Geländewagen für den zivilen Gebrauch gesichert. Rund 5,4 Millionen Exemplare aus der SUV-Familie mit X1, X3, X4 sowie X5/X6 und den jeweiligen M-Versionen konnten vor allem auch an die Frau gebracht werden.

          Wolfgang Peters

          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Jetzt hat BMW seinen kompakten SUV-Bestseller X3 neu aufgelegt, mit neuen Assistenzsystemen, einem rundum maßvollen Wachstum außen und vor allem innen, mit deutlicherer Hinwendung an aktiv sportlichere Fahreigenschaften sowie der verschärften Eignung zum Offroad-Einsatz mit durchweg xDrive-Allradantrieb und einer sehr bewussten Bewahrung der bisherigen Kleiderordnung. Zum Start in die nächste Zukunft hält BMW für den X3 drei Benzin- und zwei Dieselmotoren mit 184 bis 360 PS sowie fünf Ausstattungsvarianten bereit, alle mit xDrive-Allradantrieb, Acht-Gang-Steptronic und Fahrleistungen, die als sportlich gelten dürfen.

          Zwischen 4,8 und 8,3 Sekunden liegen die Angaben für 100-km/h-Beschleunigung, und das Spitzentempo reicht von 213 bis 250 km/h. Eindeutig auf schärfere Fahrleistungen und -eigenschaften getrimmt ist der X3 M40i, der sich schon nach wenigen Probekilometer als Konkurrent zum Porsche Macan zu erkennen gibt.

          Verschärfte Eignung zum Offroad-Einsatz mit durchweg xDrive-Allradantrieb. Bilderstrecke

          Der X3 lenkt locker und spontan ein und bleibt präzise auf Kurs, ganz wie ein feiner M-Dreier im Limousinenformat. Mindestens 44 000 Euro kostet der Einstiegs-X3 xDrive 20i, das Diesel-Pendant kommt auf 47 000 Euro, und für den M40i im Performance-Trimm werden 66 300 Euro verlangt. Dass der neue X3 eleganter und eindeutig in sich geschlossener wirkt, liegt vor allem an leichtem Wachstum und der Summe aus zahlreichen Modifikationen im Detail. Die Gesamtlänge wuchs von 4,66 auf 4,71 Meter. Bei nahezu unveränderter Breite und Höhe warten wie bisher Stauvolumen von 550 bis 1600 Liter. Im Gewicht liegt der neue X3 auf dem Niveau des Vorgängers, rund 660 Kilo Nutzlast darf er schultern, und die maximale Anhängelast wird mit 2400 Kilo angegeben.

          Freundlicher gibt sich der neue X3 in der Frontpartie keineswegs. Wie alle neueren BMW-Typen trägt er den grimmiger auffallenden, mittig geteilten und sehr steil im Wind stehenden Kühlergrill mit der dickeren Chrom-Umrandung. Seitlich soll eine pfeilgerade Linie statt der bisherigen Krümmung für Dynamik sorgen. Im Innenraum beweist BMW sein anhaltend gutes Händchen für Gestaltung und pragmatische Anordnung, Verarbeitung und Materialwahl setzen noch immer Maßstäbe.

          Das gilt auch für die Position des Fahrers, die Güte der Sitze und die Erreichbarkeit aller Bedienfelder. Allerdings sind immer mehr Vorgänge des Fahrens und Bedienens nicht mehr auf Anhieb ohne Studium der Anleitungen zu erledigen, in der Tiefe der Menüs schlummern manche Irrwege für jenen, der sich einfach reinwirft und loswill. Noch immer sind die Feinheiten des Fahrens eine Domäne von BMW. Das gilt auch für diesen X3, und diese Eigenschaft der Verbundenheit von Mensch und Maschine darf vielleicht als wichtigste Voraussetzung für seinen bisherigen Erfolg gelten. Dieser wird nicht kleiner ausfallen als bisher. Nicht nur wegen des X-Faktors aus höherem Sitzen und souveränem Auftritt. Auch der neue X3 spornt auf dem Weg zum Gipfel den Fahrer an zum Jodelruf.

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