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Alfa Romeo 4C : Geheimnisvolle Versuchung

Im März in Genf, noch 2013 im Handel: Alfa Romeo 4C Bild: Hersteller

Der Alfa Romeo 4C sieht fast so aus wie die Studie, er ist hinreißend gemacht. Nach unzähligen Jahren der Abstinenz soll die Rückkehr nach Amerika gelingen.

          „Sie werden es nicht hinbekommen. Sie werden aufgeben. Das Serienauto wird niemals so aussehen wie die Studie.“ Was musste sich Alfa Romeo alles anhören, vor allem von der Konkurrenz, als die Italiener vor zwei Jahren auf dem Autosalon in Genf die roteste Verführung seit der Piemont-Kirsche vorstellten. Nun steht wieder ein Autosalon in Genf bevor, und Alfa Romeo bringt das fast fertige Serienfahrzeug mit. Erste offizielle Bilder zeigen die beste Nachricht: Der 4C sieht fast so aus wie die Studie, er ist hinreißend gemacht. Nebenbei soll mit dem kompakten Sportwagen nach unzähligen Jahren der Abstinenz die Rückkehr der italienischen Marke auf den nordamerikanischen Markt gelingen.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Der Alfa Romeo 4C trägt alle Gene, um die Herzen von Sportwagenfreunden höher schlagen zu lassen. Mittelmotor und Heckantrieb versprechen erfreuliche Fahreigenschaften, die beiden Insassen werden von Schalensitzen umhüllt. Seine Geburtsstätte ist das Werk von Maserati in Modena, dort wurde Erfahrung mit dem größeren Bruder 8C Competizione gesammelt. Der noch in Laufe dieses Jahres debütierende 4C ist knapp vier Meter lang, zwei Meter breit, und 1,18 Meter flach. Der Radstand darf mit 2,4 Meter angenommen werden. Um Aufgaben des Vortriebs kümmert sich ein Vierzylinder-Benziner aus Leichtmetall mit 1750 Kubikzentimeter Hubraum und Turboaufladung.

          Schlusslicht: Anpressdruck eingebaut
          Schlusslicht: Anpressdruck eingebaut : Bild: Hersteller

          Alfa Romeo hüllt sich über die Leistungsdaten noch in Schweigen, das Leistungsgewicht soll unter 4 kg/PS liegen, wird versprochen. Die Vermutungen lauten: Etwa 225 PS, etwa 900 Kilogramm. An Bord befinden sich das automatisierte Alfa TCT Doppelkupplungsgetriebe samt Schaltwippen am Lenkrad sowie ein Fahrdynamikschalter, der zusätzlich zu den drei Straßenprogrammen einen Race-Modus für die Freunde schneller Fortbewegung auf der Rennstrecke bereithält. Das Chassis ist vollständig aus Kohlefaser gefertigt, es soll damit leicht und sicher zugleich sein. Alfa Romeo macht die Technik sichtbar, innen wird teilweise auf Verkleidungen verzichtet.

          Die Italiener möchten mit dem 4C (für „Cilindri“ = Zylinder) eigene Tradition zitieren. Die Bezeichnung liefere einen Hinweis auf die glorreiche Historie der Marke mit ihren 6C- und 8C-Modellen der 30er und 40er Jahre, die mit ihrer Konstruktion auf das Leistungsgewicht eines Supersportwagens zielten, heißt es. Wie viel die rote Versuchung des Jahres 2013 kosten wird, auch dazu will Alfa Romeo noch nichts sagen.

          Quelle: F.A.Z.

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