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Microsoft Privatsphäre

 ·  Kaum jemand macht sich Gedanken, was Microsoft, Google und Apple mit verknüpften Informationen machen. Im Zeitalter der „post privacy“ ist Privatsphäre nicht mehr zeitgemäß.

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Für Microsoft ist das neue Surface-Tablet aus mehreren Gründen wichtig. Es ist nach der Xbox, dem gescheiterten Zune-Musikspieler und etlichen PC-Tastaturen wieder einmal Hardware made in Redmond. Surface fügt sich ferner in die neue Designlinie des Minimalismus ein, wie sie auch in Windows 8 und im Smartphone-Betriebssystem Windows Phone zum Einsatz kommt.

Nun passt in der Microsoft-Welt alles zusammen: Smartphone, Tablet und PC-Betriebssystem bilden ein homogenes, einheitliches Ganzes, und als Bindeglied fungieren Online-Dienste wie Skydrive oder Outlook.com. Man meldet sich mit seinem Micosoft-Konto an, flink werden auf dem Surface die eigenen Apps geladen, und ebenso schnell ist die Verbindung zum Cloud-Speicher Skydrive hergestellt. Dort sind nicht nur eigene Dateien, sondern auch Fotos vom Windows-Smartphone gespeichert.

Microsoft hat also die Idee eines übergreifenden Ökosystems der Anwendungen und Produkte nachgebaut. Apple und Google lassen grüßen. Nur verrennt sich Apple derzeit mit seiner iCloud in einer Sackgasse. Google wird vielen Nutzern unheimlich. Kaum jemand macht sich Gedanken, welche Informationen aus der Verknüpfung unterschiedlicher Dienste und Anwendungen entstehen. Ab jetzt auch bei Microsoft. Aber wir leben ja im Zeitalter der „post privacy“. Privatsphäre ist nicht mehr zeitgemäß.

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Jahrgang 1964, Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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