27.06.2012 · Die A-Klasse von Mercedes-Benz ist nicht wiederzuerkennen. Ist dies vielleicht das größte Problem der neuen A-Klasse, dass sie nämlich keine ist? Erste Eindrücke einer Mutprobe.
Von Holger AppelRichtlinien für Lesermeinungen
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Schaut doch mal bei Toyota vorbei, Internetauftritt Verso S. Man ist
erstaunt, dass Toyota die Rentner umwirbt, statt sie in einer
Schmuddelecke zu bedienen. Hinzu kommt überragende
Produktqualität und halber Preis.
Schreibt ein sehr zufriedener A-Klasse-Fahrer (60 Jahre)
Wer A-Klasse der alten Garde fuhr ...
... hatte sich vermutlich noch nie in die Alternativen anderer Marken gesetzt, sonst hätte er auch bemerkt, dass schon der Einstieg eine Kriech-Nummer war (hochgelegtes Sportauto) - für was? Sicherheit - im Unterflur hätte Akkus tiefliegend (Schwerpunkt!)Platz gehabt - das ist jetzt hin - Seniorenauto? - ja! Aber bequem? Sitze? die ersten für Kurzstrecken vielleicht. Lenkrad? Steuerrad eines Flussdampfers. Sicht? versperrt durch die dicke Tachohutze. Also jetzt ist weiteres Quälen zugunsten dieser Marke hinfällig - jetzt ist Jugend angesagt. Here we GO.
Wenn sich Mercedes Marktchancen für ein 211PS-Kleinwagenmodell
ausrechnet, wenn selbst die schwächste Motorisierung (110 PS) schon
mehr als das doppelte hat, als was ein deutlich grösserer
Kastenwagen von Renault vor 20 Jahren benötigt hat, kann man daraus
eigentlich nur eins schliessen:
Öl ist noch viel zu billig. Jedes PS mehr, selbst wenn man es im
Alltag nicht braucht, reduziert die Effizienz des Motors. 5 Liter
Diesel, mehr darf ein Kleinwagen im Stadtverkehr eigentlich nicht mehr
verbrauchen. Alles andere ist reine Geldverschwendung.
Stand für mich das A der bisherigen A-Klasse für
AUßERGEWÖHNLICH, so mutiert das A jetzt zu ARMSELIG.
So einen Proll-Schlitten im nicht mehr kompakten Einheitsbreidesign
benötigt kein Mensch. Die gibt es bei anderen Herrstellern schon
länger in jeder Art und Weise. Aber das Alleinstellungsmerkmal des
avantgardistischen Anderssein mit einer exorbitant guten Stadt- und
Alltagstauglichkeit der bisherigen A-Klasse, wie es ein Käfer oder
Citroen DS besaß oder die G-Klasse heute noch besitzt, ist vorbei. Schade.
Wer heute einmal aufpaßt, wird schnell feststellen, daß eine
gebrauchte (der Neuwagen ist zu teuer) A-Klasse gerade bei jungen Damen
sehr in Mode ist. Man kann dort nämlich gerade als Frau ungemein
bequem einsteigen (keine Türschwellen, hervorragende
Einparkfähigkeit, etc.!!!) und mit leicht erhöhter
Sitzposition die Übersicht bewahren. Und Frauen sind nun einmal im
Durchschnitt etwas kürzer als Männer. Aber auch ich als Mann
schätze das, also demnächst Golf Plus.
Mischung aus Ford Fiesta, Audi und ein bisschen BMW 1er
...das ist nicht aufsehenerregenst, sonder eine seichte Mischung aus Angepasstheit und Einfallslosigkeit. Dem Mercedes-Käufer wirds egal sein.
Die alte A-Klasse war vielleicht als Stadt-Auto für Rentner
praktisch, aber der Sex-Appeal war eindeutig negativ.
Daimlers neue A-Klasse soll junge Kunden werben, die bei dieser Marke
bisher nie bedient wurden: die schönen Autos waren viel zu teuer.
Mal sehen, ob sich die neue A-Klasse gegen 1er-BMW oder gut motorisierte
Golf durchsetzen kann.
Ich habe eine E-Klasse für spurtstarkes, komfortables fahren auf Langstrecke und einen A140 als Familien-Stadtauto. Entscheidend war für mich beim Kauf die hohe, bequeme Sitzposition die Übersicht gewährt und dass der Wagen bei guter Rundumsicht leicht zu parken ist. Die neue A-Klasse wird sicher nicht mein Nachfolgeauto der jetzigen A-Klasse sein, denn die hohe Sitzposition ist mir für Stadtfahrten wichtig.
irgend wie sieht er aus wie der mögliche neue 1-er bmw....
schade, der hohe einstieg fällt weg, da muss mercedes noch eine
seniorenversion nachliefern.!
Hallo, wahrscheinlich ein bisschen teurer als der Golf (wenn man bei gleicher Ausstattung und Motorleistung vergleicht) aber dafür ein Mercedes. Wir hatten die alte A-Klasse (aktuelle) statt Golf und waren zufrieden, die neue A-Klasse ist bestimmt genau so gut. Jedenfalls wird der Kompaktwagenmarkt bereichert. Freundliche Grüße.
Die A-Klasse gab es mal in 2 Versionen kurz und lang im Radstand. Dann machte Mercedes aus der langen A-Klasse die B-Klasse und ließ sich das fürstlich bezahlen. Jetzt fällt die Elch-Bauweise, einer modernen Kopie des BMW 1er zum Opfer. In der Konfiguration der neuen A-Klasse kann man ohne Schwierigkeiten in die Region 50.000 Euro vorstoßen. Ein stolzer Preis für einen Kleinwagen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 19:55 UhrJa und?
Auch den 1er und A3 kann man ohne Probleme in Regionen von knapp
60.000€ treiben, muss man aber nicht.
Allerdings würden es die Hersteller nicht anbieten wenn es nicht
genutzt würde.
Früher war nicht alles besser aber vieles anders. Mein Audi A2 war
das beste was ich in diesem Segment gefahren habe. Den direkten Vergleich kann ich nicht nachholen aber einige Stichworte: Aluminiumkarosserie, sparsame Motoren, variabler Innenraum, verleitete zum ruhigen fahren. Die Fehler: ggf zu früh am Markt, zu teuer für viele und kein Nachfolger.
Einzelne entäuschte Anhänger der alten A-Klasse sind sicher zu
verschmerzen. Die finden vielleicht zur B-Klasse.
Mercedes macht sowas nicht ohne ausgiebigste Marktforschung. Bis jetzt
lagen sie damit selten daneben, denn die Liste der Mercedes-Flops in
über 100 Jahren ist sehr kurz.
Die Rentner sind nicht mehr das, was sie mal waren. Schon bisher meiden
viele alte Leute Autos, die als Alte-Leute-Autos gelten, sondern greifen
lieber zu Fahrzeugen, die auch 30jährige gut finden. Jetzt kommen
die Babyboomer so langsam ins Rentenalter, und die wollen im Leben kein Rentnerauto.
Wenn man die jungen Leute in das Auto bekommt (als Privat- oder
Firmenwagen), hat man die älteren automatisch mit im Boot. Das
läßt sich auch bei anderen Produkten beobachten.
Ich bin recht sicher, dieses Auto wird ein Erfolg.
Bei der ersten Vorstellung des Concept A hatte der Wagen noch einen wirklichen Wow-Effekt mit seinem markanten Stromliniendesign, den großen Schaufelfelgen und den schön akzentuierten Leuchten vorne und hinten. Geblieben ist davon ein Grundgerüst was den Wagen wie eine billige Kopie wirken lässt, schlimmer noch, wie eine geschrumpfte Version des B-Klasse-Nutzkarren. Zu allem Übel, wirkt das Interieur arg aufgesetzt. Meine Erwartungen waren wesentlich höher und ehrlich gesagt, sehe ich nicht, warum ich die A-Klasse kaufen soll, wenn ich den BMW 1er daneben stelle.
Vielleicht jünger, aber bestimmt übergewichtig.
Daimler wirbt mit Sprüchen wie "Radikaler Neuanfang". Welchen Fortschritt stellen 1370 kg beim A180 (das kleinste lieferbare Modell) gegenüber 1095kg beim A140 von 1997 dar?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 18:35 UhrKein Fortschritt
Mit diesem Gewicht braucht das Auto ~13l im Stadtverkehr.
Da ist mein 240 D/8 ein richtiger Spritsparer!
Früher hat Daimler technische Innovationen gebracht, ich denke nur an die alte S-Klasse und damit die Käufer überzeugt. Die Innovationsfreudigkeit wird hier wieder Audi zugeschrieben. Kein Ruhmesblatt für Daimler. Heute scheint sich die Daimler-Klientel mit einem moderneren Aussehen zufrieden zugeben, daß eigentlich nichts Besonderes ist und sich von der Masse kaum abhebt. Schade, für mich ist dieses Modell eine verpasste Chance.
...eine Gurke mit Stern dran, und die neue, wenn sie denn in allen Modellvarianten dasteht, das hochwertigere "Mégane-Programm". Stilistisch zwar besser als früher, aber die Front ist zu grossmäulig und das Heck italo-japanisch mit einem Schuss Wolfsburg. Zweifellos wird sich der Wagen verkaufen wie geschnitten Brot. Jüngere Menschen, die rechnen konnten, hätten für die alte A-Klasse Gurke nie den geforderten Preis bezahlt. Jetzt könnten sie mit diesem vielkantigen Angebot wahrsheinlich eher in den Verkaufsraum geködert werden. Billiger wirds natürlich nicht, aber wenigstens ist der Oeko-Rentnermief Vergangenheit.
Alte A KLasse sehr oft in Reparatur
Meine Schwester hatte eine alte Aklasse, die hat in 8 Jahren fast so
viel an Reparaturkosten verschlungen wie sie gekostet hat, am Ende gabs
vom Händler noch 2500 eur.
Das ist für eine Deutsche Fa. einfach nur peinlich! Autos
müssen funktionieren, auch als Stadtwagen. Es wäre schön,
wenn bei den Autos mal ein echter Fortschritt stattfindet, also z. B.
ein echtes 3 l Auto, was bezahlbar ist.
Die Neue A-Klasse ist wie der 1 er und ähnliche.,langweilig.
3l Auto
Wie soll ein Auto aussehen das 3l Kraftstoff in der Stadt verbraucht?
Es darf nur 300 kilo wiegen, inkl Pasagiere. Mit einer Vespa geht es.
Der Up von VW braucht 9l wg 900kg Masse.
Mit Lkwtechnik geht es eher. D. h. ein langsam laufender Diesel mit
Automatikgetriebe und 16 Gängen, die brauchen auf flacher Strecke
0,7l/t.
Aber so etwas will keiner.
Gendefekt einer ursprünglich genialen Idee!
Habe seit Nov. 1999 - Mai 2005 einen A 160 Elegance und seither einen A 190 L Eleg. gefahren und werde ihn wohl noch lange weiterfahren. Begeistert haben mich seinerzeit die große (vor allem L) und variable Innnenraum die übersichtliche Sitzposition und der insgesamt gelungene Entwurf eines "kleinen" Van auf 3,57 m bzw. 3,77 m Gesamtlänge. Was man jetzt als A-Klasse verkauft, ist eine Flunder als sei der MB-Designer kurz mal beim BMW 1-er abkupfern gegangen. Dazu noch Riesenschnauze, unproportionierter vorderer Überhang und hionten Pfannkuchen-Design. Das alles hat mit der A-Klasse nur noch den Namen, sonst aber nichts gemeinsam. Ich bin enttäuscht und traurig.
wesentlich besser als die alte A-Klasse. Auch wenn die alte A Klasse ein
anderes Konzept verfolgte. Auch wenn sie vielleicht super praktisch war,
so wird sie sich wohl nicht oft genug verkauft haben. Mercedes muss
wissen wohin sie mit ihren Kompaktwagen steuert.
Ich finde sie geungen, sportlich und schick. Alternative zu 1er und a3.
Ob es sich lohnt das eigenen Segment zu verlassen und bei der Konkurenz
zu wildern wird es sich zeigen.
Leser Klaus Heinzel aus Schauenburg schreibt uns stellvertretend
für einige andere: „Die Entscheidung der Firma Daimler, die
alte A-Klasse (wendiges Auto, hohe Sitzposition, erträglicher
Preis) gegen ein neues Modell der üblichen flott-dynamischen Bauart
zu ersetzen, bedauere ich und halte sie für strategisch falsch.“
Klar doch, hört auf den guten Herren und treibt Daimler so langsam
ins Designjenseits und zu guter letzt in den Ruin. Das Design der
letzten Jahre findet keinen Anklang mehr, die Kundschaft stirbt
nämlich weg... Und das darf man leider wörtlich
nehmen...Endlich ein umdenken bei Mercedes. Man könnte glatt in
Erwägung ziehen, sich als nächstes eine A-Klasse zu kaufen.
Davor hätte mich jeder zwischen 25-50 für verrückt erklärt..
Frank-Holger Appel Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für „Technik und Motor“.
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