20.06.2012 · Das von Apple so genannte Retina-Display mit einer Auflösung von 2880×1800 Pixel auf einer Diagonalen von 40 Zentimetern ist eine Sensation. Allerdings gibt es für das neue Macbook Pro auch zwei Minuspunkte.
Von Michael SpehrRichtlinien für Lesermeinungen
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Arbeitsmaschine für Foto und Video? Facebook in 2880x1800!
In der "Kreativindustrie" sind Macs zwar Standard, aber auch dort drückt sich niemand seine Nase an einem 15 Zoll Display platt. Warum noch kein anderer Hersteller auf die Idee kam ein Retina/Super-LCD-2/Super-AMOLED+ Display auf einem Notebook zu verwenden, liegt vermutlich daran, dass es für deren Auflösung einfach keine Inhalte gibt. Die Macbooks waren schon immer die besten Produkte in Apples Portfolio und auch das neue MBP ist ein gutes Gerät, das halt leider 1000 Euro zu viel kostet. Wer das Retina-Display als Argument für diesen Preis anführt, kann sich ja gleich einen 4k-Fernseher dazu bestellen. Und sind wir mal ehrlich: Wer kauft eigentlich überwiegend Macbooks? 10% Grafikdesigner. 10% Versicherungsvertreter. Eins für Herrn Spehr. 79,99999% hippe Studenten, die damit bloß im Internet surfen. Arbeitsmaschine für Foto und Video? Eher 2000-Euro-Facebook-Maschine...
Ich kann jedem das normale MacBook Pro 15″ mit mattem Display empfehlen. Ist eine Option bei der Bestellung im Apple Store und kostet 100 EUR extra, die sich lohnen. Die hohe Auflösung reicht locker aus und es spiegelt nicht. Ja, viele Programme gibt es nicht für OS X, aber es gibt für OS X viele tolle Programme, die es unter Windows nicht gibt. Außerdem gibt es keine Probleme mit Schadsoftware. Aber Apples Qualität ist leider nicht gut. Mein altes MacBook Pro hat einen Konstruktionsfehler, der sich bei vielen Exemplaren dieses Modells zeigt (der Stecker, der die Tastatur und das Trackpad an das Mainbord anschließt, lockert sich). Apple nimmt sich davon nichts an, die Hotline ist ahnungslos, dafür aber sehr teuer. Bei so einem teueren Gerät darf das nicht passieren, und wenn, muß es gratis repariert werden, Garantie hin oder her. Das DVD-Laufwerk zickt auch, obwohl ich es kaum benutzt habe. Und mich ärgert, daß oft Kompatibilität zu älteren Versionen/Geräten über Bord geworfen wird.
Apple ist ja nie zimperlich mit seinen Usern umgegangen. Der Umstieg von OS 9 auf OS X war so radikal wie bei keiner anderen Firma, aber durchaus sinnvoll: zum neuen Dateisystem HFS+ ist ja seitens Microsoft bis jetzt kein echtes Pendant geschaffen worden. Aber MagSafe 2 - welchen Nutzen bringt das?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 16:27 Uhrgeringere Höhe
beim MBP Retina der geringeren Bauhöhe des Gerätes geschuldet.
Beim neuem MBA eher der Einheitlichkeit, d.h. in Zukunft werden neu
entwickelte Geräte wohl alle MagSafe 2 haben.
Durch den Adapter können aber die alten Netzteile weiterverwendet
werden, mit 10,- für Apple Verhältnisse schon fast
günstig ;-).
"Treibt die anderen Notebook-Hersteller vor sich her"
So ein superhoch auflösendes Display ist sicher gut nutzbar in der
traditionellen Apple-Nische der professionellen Bild- und
Videobearbeitung. In dem Fall sind die hohen Preise sicher kein
Hindernis, sondern eine Investition für einen Arbeitsplatz. Wobei
ein Notebook-Display für diesen Zweck aus ergonomischer Sicht nicht
optimal ist, weil zu klein und zu weit unten. Für die Anwender kaum
ein Problem, kauft man eben einen Monitor dazu oder er ist schon
vorhanden. Dann hat man aber wenig vom teuren Notebook-Display.
Für den Massenmarkt ist das Gerät zu teuer und die
Auflösung übertrieben. Ich nehme an, daß die anderen
Notebookhersteller nicht Apple in Pixelzahl schlagen, sondern ihre
Produkte verkaufen wollen. Da sind sie mit Ultrabooks wohl richtig. Ich
habe selber einen seit ein paar Tagen, mit Magnesiumgehäuse, SSD,
1,1 kg Gewicht bei 13,3 Zoll, 16 mm dünn, für weniger als 1000
Euro. Läuft wie der Teufel 6 bis 7 Stunden mit dem Akku. Für
sowas ist der Macbook Pro keine Konkurrenz.
"Die beiden Lautsprecher links und rechts der Tastatur bieten einen
exzellenten Klang".
Ich möchte nicht bezweifeln, dass der Klang in Relation zu anderen
Laptops gut ist, aber eingebaute Lautsprecher als EXZELLENTE
Klangquellen zu bezeichnen, vor allem hier in der FAZ, wo Lautsprecher
der Extraklasse jenseits von 1000€ getestet werden, ist etwas lächerlich.
Retina Display keine Revolution, sondern nur Evolution
Es gab vor Erscheinen des Retina Macs auch schon Modelle von Asus mit 13,3" Display und full HD 1920x1080 Auflösung und auch weitere Ultrabook z.B. von Sony die deutliche höhere Auflösungen als die Macbook boten und drohten, Apple den Rang abzulaufen. Dass man mit so einem Display nachzog ist einfach nur eine Reaktion darauf. Immerhin eine gute.
ich bin dankbar, dass es apple gibt!
ich bin kein applefreund oder -hasser (und finde die darstellung von
spehr etwas übertrieben im artikel), sondern sehe jedem seltsamen
hype skeptisch entgegen. was mich allerdings erfreut ist, dass apple mit
seiner qualität für leute mit zu viel geld oder einem nahezu
krankhaftem konsumverhalten, prestigesucht... andere, rationalere
anbieter dazu zwingt ebenfalls für mehr qualität zu sorgen.
der apple-effekt ist für mich, dass stärker auf die psyche und
damit auf das wohlfühlverhalten des konsumenten geachtet wird und
dabei ist schon einiges sinnvolles bei rausgekommen (siehe z.b. android).
applefans, wie spehr, müssen sich wohl über die hasser freuen,
weil der hass über die meinung von appleprodukten herzieht und
damit die meinungen zu gegebenheiten macht. ungefähr so, wenn aus
einem gerücht eine wahrheit wird. mit diesem tollen gefühl
etwas zu haben, wozu auch immer, hauptsache toll, kann man sich dann
für 2500 dollar zurücklehnen. wunderbar!
Leider ein Hauptproblem von Apple, die Treiber Optimierung.
Hier könnte Apple bedeuten mehr tun.
Viele Macs wären bedeuten schneller wenn Apple besser die Treiber
anpassen würde bzw die Hersteller.
@ Bálint Németh: Virtuelle Maschinen und BootCamp
Es macht keinen Sinn, über den Sinn oder Unsinn von Betriebssysteme
zu diskutieren, erst recht, wenn man nicht die Vor- und Nachteile der
Betriebssysteme kennt.
Pardon, ihre Aussage sind zum einen unrichtig und zum anderen fadenscheinig.
Es ist zum Beispiel bei modernen Rechnern kein Problem, ein
Betriebssystem in einer virtuellen Umgebung ohne nennenswerte
Performanceeinbußen laufen zu lassen. Es ist sogar in vielen
Firmen Usus, das so zu machen.
Zum anderen ist es für einen Nutzer eines Betriebssystems kaum noch
zu beurteilen, was auf einem anderen Betriebssystem läuft oder
nicht. Bei meinem Tätigkeitsgebiet bekomme ich kaum brauchbare
Software unter Windows sondern eher unter Linux. Ob die eher im privaten
Umfeld genutzte Mac-Software (äquivalent zu iLife und iWork,
Scrivener und ) so auch unter Windows vorhanden ist, kann ich nicht beurteilen.
Klar, braucht man für Windows eine Lizenz, wobei es auch ohne geht,
in dem man versucht, die Software unter Wine (GPL) zu starten.
Kann man, kann man
Nun gut, ich habe ihre Version natürlich nicht überprüft,
da ich ja Windows nutze und bei mir alles läuft.
Die Aussage, dass man es machen kann ist zwar richtig. Aber zum Preis
der Virtual Machine kommen ja noch die Kosten für die Windowslizenz
dazu. (Gut als Student kriegts man auch mal umsonst, wenn man an der
richtigen Uni studiert, der ein Microsoftpartner ist).
Diese Lösung ist aber nicht ideal.
Zum einen stehen in einer virtuellen Umgebung weniger Ressourcen zur
Verfügung etc. Zum anderen muss man sich als Verbraucher die Frage
stellen, wofür brauche ich meinen Computer hauptsächlich, was
ist mir wichtig und kann ich mit gewissen Einschränkungen leben.
Wem extra Installation, VM etc kein Problem sind, bitte schön zugreifen.
Mir gefällt das nicht. Und neben den großen
wissenschaftlichen Programmen gibts auch kleinere Programme und Tools
die man mal unbedingt braucht und nur für Win verfügbar sind.
(Ja wenn man Win parallel laufen hat, dann gehts ja. Aber warum nicht
gleich PC kauf
Extra Laptop für Spezialprogramme nötig? Quatsch!
1. Läuft auf den Macbooks Windows. Und zwar entweder direkt oder in
Parallels, also in einer virtuellen Maschine unter MacOS. Preis: 20 bis
40 Euro.
2. Arbeitet MacOS auf Unix Basis. Dh viele Programme aus dem
Universitätsbereich laufen ohnehin direkt darauf. Einfach das
X-Windowssystem dazu installieren, dass auch auf allen Unixen läuft
... Linux, BSD, Solaris ...
3. SPSS gibt es für Windows, Linux und Mac ...
Skype und Flash
Ein Freund hat sich vor einem Jahr an ein MacBookPro rangetraut.
Gekauft ausgepackt, alles ok.
Paar Programme installiert, unter anderem Skype. Es lief ganz gut bis er
in den nächsten Tagen die Apple Software update gemacht hat/machen
musste. Danach hat sich der Lüfter beim Skypen immer voll
aufgedreht. Das konnte sogar ich auf der anderen Seite der Leitung
deutlich hören.
Ich muss ihn mal fragen ob das immer noch besteht.
Aber Apple ist nichts für Leute die auf bewährte Programme
zurückgreifen wollen.
Vorallem Studenten leiden. Viele wissenschaftliche Software wie Stata,
SPSS etc. haben keine Macversion. So musste sich eine Freundin ein extra
Laptop zulegen damit sie ihre Masterarbeit schreiben kann.
Treiber bei Apple
Dass Apple die Treiber nicht aktualisiert, kann ich nicht
bestätigen, eher die Darstellung im Artikel.
Meistens veröffentlicht Apple 1-2 Firmware-Updates innerhalb des
ersten Jahres zu ihren Produkten. Treiber-Updates werden mit den
Betriebssystem-Sammel-Patchen veröffentlicht, was man in den
Releasenotes recht gut nachlesen kann.