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Laubbläser : Lautbläser?

Laubbläser wegen ihrer Lautstärke pauschal zu verdammen ist zu kurz gesprungen. Zudem macht der technische Fortschritt auch vor so ungeliebten Geräten nicht halt.

          Unter den drei größten Aufregern, das sind die unzuverlässige Bahn, geldgierige Blitzanlagen und tösende Laubbläser, wird den zuletzt genannten Gerätschaften saisonbedingt derzeit die größte Aufmerksamkeit geschenkt. Doch die Bläser wegen ihrer Lautstärke pauschal zu verdammen ist zu kurz gesprungen, schaffen es die für die Sauberkeit der Städte zuständigen Ämter im Herbst doch nur mit Maschinenunterstützung, die Gehsteige zuverlässig vom Laub zu befreien. Zwar ist es richtig, dass die gleiche Arbeit vor Jahr und Tag von Dutzenden besenschwingender Menschen erledigt wurde. Doch notorisch leere Kassen und ein für diese Arbeiten überschaubar großer Personenkreis haben konsequent den Laubbläsern den Weg geebnet.

          Und auch das gilt in diesem Zusammenhang: Nichtgesäuberte Wege und in der Konsequenz jede Menge glitschige Blätter auf den Bürgersteigen werden spätestens immer dann überaus heftig moniert, wenn nach Stürzen erste Oberschenkelhalsbrüche gemeldet werden. Und was vielen schwerfällt, ist, zu akzeptieren, dass der technische Fortschritt auch vor so ungeliebten Geräten wie den Laubbläsern nicht halt macht. So gibt es mittlerweile nicht nur diverse Fahrzeuge, die Dank ihres Elekroantriebs geräuscharm durch die Straßen rollen. Sondern diese Segnungen haben auch den „Bläser“ erreicht. Der Aufreger Laubbläser verliert langsam seinen Schrecken, auch wenn das den notorischen Nörglern nicht in den Kram passt.

          Georg Küffner

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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