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Kommunikation im Hyundai i30 : Korea Connection

Die Kommunikationsanlage zeigt gutes Kartenmaterial Bild: Michael Spehr

Die Kommunikationsanlage im Hyundai i30 überzeugt mit einem stimmigen Preis-Leistungsverhältnis und einer einfachen Bedienung. Sie hat aber auch kleine Mängel.

          Dem schicken Hyundai i30 sagt man gewisse Ambitionen in der europäischen Kompaktklasse nach. Wir haben jetzt seine Kommunikationsanlage geprüft und waren überrascht, wie viel feine Technik man für einen moderaten Preis erhält. Nur an der Namensgebung hätten die Koreaner ein bisschen feilen können. Das „Radio-Navigationsgerät mit Kartendarstellung und Rückfahrkamera“ kostet weniger als die Hälfte einer annähernd vergleichbaren Ausstattung im neuen Golf7: 1120 statt 2315 Euro.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Die Anlage mit großem berührungsempfindlichem Monitor ist ihr Geld wert. Sie ist einfach zu bedienen, mit den Tasten links und rechts der Anzeige kommt man schnell in die Hauptmenüs, und weitere Bedienschritte übernimmt der Finger auf angenehm großen Schaltflächen. So bleibt die Ablenkung des Fahrers gering, zudem gibt es weitere Tasten auf dem Lenkrad. Während der Routenführung darf man sich über eine hoch aufgelöste und detailreiche Kartendarstellung freuen. Wichtige Extras wie Fahrspurassistenten auf der Autobahn oder die (vom Kartenmaterial entnommene) Anzeige des aktuell geltenden Tempolimits sind ebenfalls an Bord.

          Das Ankoppeln eines iPods oder iPhones funktioniert
          Das Ankoppeln eines iPods oder iPhones funktioniert : Bild: Michael Spehr

          Die Anzeige lässt sich in Grenzen konfigurieren, etwa mit einem geteilten Bildschirm, der sowohl Karte wie auch Abbiegehinweise zeigt. Zu Beginn der Reise werden drei verschiedene Routen vorgeschlagen, und Vielfahrer können eine detaillierte Tourenplanung programmieren. Sieht man von einigen überflüssigen Hinweisen ab (“Folgen Sie der Streckenführung für fünf Kilometer“), ist das Gebotene überzeugend. Nur fehlen leider zwei sinnvolle Funktionen: Mit der Sprachbedienung kann man kein Navigationsziel erfassen, und die Verkehrsinformationen mitsamt dynamischer Navigation basieren allein auf dem Gratis-Dienst TMC. Staus und Störungen in der Karte sind aber übersichtlich angezeigt. Mit einem Tastendruck lassen sich Informationen zum jeweiligen Ereignis abrufen.

          Auch die Telefonabteilung bietet eine gelungene Basisausstattung für die Drahtlos-Anbindung eines Handys. Es gibt Kurzwahltasten, den Zugriff auf die Anruflisten und das Telefonbuch. Nur patzt die Sprachsteuerung abermals: Sie beherrscht zwar eine Nummernwahl, aber nicht die Sprachwahl eigener Kontakte. Vielmehr soll man mit Sprachkommandos Seite für Seite durch das Telefonbuch blättern und dann den entsprechenden Namenseintrag aufrufen.

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          Der große Pluspunkt der Musikabteilung ist die umfassende iPod- und iPhone-Steuerung. Der Zuspieler wird mit einem USB-Kabel angedockt, und sämtliche Bedienschritte erfolgen dann, abermals mit großen Kacheln, auf dem Bordmonitor. Wir haben das Ganze mit dem neuen iPhone 5 ausprobiert und hatten zunächst Bedenken, weil Apple bei der Vorstellung seines Smartphones angedeutet hatte, dass nicht jede Musikanlage mit dem neuen Lightning-Port des iPhone 5 funktionieren würde. Das Stichwort: „iPod out“ oder „iPod Kompatibilitätsmodus“. Damit wird das iPhone oder der iPod via Kabel an die Infotainment-Anlage des Fahrzeugs angedockt, die wiederum vollständig die Musiksteuerung übernimmt. Für Verwirrung hat ferner Apples Produktbeschreibung des Lightning-Adapters gesorgt, der den 8-Pin-Lightning-Anschluss umsetzt auf den alten 30-Pin-Connector. Er bietet laut Apple weder Video- noch iPod-out.

          Das alles bedeutet jedoch nicht, dass die Musiksteuerung im Auto nicht mehr funktionieren würde. Mit dem Lightning-USB-Kabel gab es nicht die geringsten Probleme. Oder anders ausgedrückt: Sofern das Audiosignal via USB übertragen wird, bleibt alles beim Alten. Weiterhin steht natürlich Bluetooth A2DP zur Verfügung, also die Drahtlosübertragung des Musiksignals. Das ärgerlichste Detail der Anlage ist ihre Vergesslichkeit. Mit dem Einschalten der Zündung startet stets die Radioabteilung - und nicht der zuletzt aktive Zuspieler. Davon abgesehen halten wir dieses Zubehör für empfehlenswert. Das Preis-Leistungsverhältnis und die einfache Bedienung geben den Ausschlag.

          Quelle: F.A.Z.

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