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Kältemittel Klimastörung

 ·  Hyundi, Kia, Lexus, Mazda, Subaru und Toyota haben ein Kältemittel eingesetzt, das sich in bestimmten Unfallsituationen unter Hitzeeinwirkung zu ätzender Flusssäure zersetzen könnte.

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Über die koreanischen Hersteller Hyundai und Kia hört man in der jüngeren Vergangenheit viele Erfolgsmeldungen. Auch der neue Golf-Gegner Hyundai i30 erntet lobende Worte. Doch nun begleitet ihn ein Problem. Der i30 ist eines jener Autos, das mit dem neuen Kältemittel R1234yf in der Klimaanlage ausgeliefert wurde. Auch Kia, Lexus, Mazda, Subaru und Toyota haben jenes Mittel eingesetzt, das in Verruf geraten ist, weil es im Verdacht steht, sich in bestimmten Unfallsituationen unter Hitzeeinwirkung zu ätzender Flusssäure zu zersetzen. Mercedes-Benz hat in einem Unfalltest erschreckende Erfahrungen gemacht, weshalb die Schwaben ihre derart ausgerüsteten Autos zurückgerufen und wieder mit dem bisherigen Mittel R134a ausgerüstet haben.

Dessen Einsatz allerdings ist nach einer EU-Richtlinie fortan verboten, weil es vermeintlich einen deutlich höheren Treibhauseffekt hat. Honeywell und Dupont, die Hersteller des neuen Kältemittels, halten selbiges für umweltfreundlich und sicher. Doch wer die Ingenieure von Mercedes hört, möchte die neue Fluor-Chemikalie keinesfalls in seinem Auto wissen. Wer recht hat? Im Zweifel immer der Kunde, der wird mit den Füßen abstimmen. Falls er das tun will, zuvor noch ein Treppenwitz: R1234yf hat derzeit „Lieferschwierigkeiten“. Deshalb füllt Hyundai mit einer Ausnahmegenehmigung bis auf weiteres wieder das alte Mittel ein.

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Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für „Technik und Motor“.

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