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Junge Frauen : Nie wieder ohne

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„Weibliche Neuwagenkäufer werden immer älter“, warnt das Forschungsinstitut Car. Es sei „bedenklich“, dass so wenige „junge Frauen“ Autos kauften.

          „Weibliche Neuwagenkäufer werden immer älter“, warnt das Forschungsinstitut Car. Es sei „bedenklich“, dass so wenige „junge Frauen“ Autos kauften. Ich bin unschuldig: Habe jüngst ein teures, schickes Auto gekauft. Oder bin ich für Statistiker etwa nicht so jung, wie ich mich fühle? Egal, die Schuldigen des Trends kann ich benennen: Fahrlehrer. Wie viele Frauen trage ich seelische Narben aus der Führerschein-Zeit. Das erste Auto (heißgeliebter, steinalter Polo) kaufte ich mit 29, das erste teure Auto (heißgeliebtes Mini Cabrio) noch später. Schuld ist der Mann, der genau in der Zeit, als ich den Druckpunkt einer Kupplung zu ertasten übte, aus dem Fuhrpark einer Kaserne in meine Fahrschule kam. Sein pädagogisches Rüstzeug - bellende Kommandos, Wut-Hiebe aufs Armaturenbrett - brachte er mit.

          Also radelte ich durch Studium, Praktika, erste Jobs, mir einredend, es sei kernig, bei Hagel zu strampeln, und gemütlich, mit dicken Gesetzbüchern in der Tram zu klemmen. Das erste Auto (500Euro) war Erlösung und Emanzipation. Nie wieder ohne! Jetzt genieße ich Frischluft, wenn das Dach offen ist. Rufe: „Take this, Oberstleutnant!“, wenn ich haargenau die Parklücke fülle. Andererseits: Ohne den Panzer, den ich einst als Schutz gegen den Herrn um meine Seele legte, hätte ich nie so cool reagiert auf die zarten Rauchfäden, die manchmal aus den Polo-Armaturen wehten.

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