Steve Jobs war bekannt dafür, dass ihn sein Geschwätz von gestern nicht sonderlich interessierte. Der verstorbene frühere Vorstandsvorsitzende von Apple fiel immer wieder damit auf, in der Öffentlichkeit eine Strategie im Brustton der Überzeugung zu vertreten, um dann aber genau das Gegenteil zu tun.
So kommt es nicht überraschend, dass Apple jetzt doch eine kleinere Version seines iPad herausbringt, obwohl Steve Jobs vor zwei Jahren solche Mini-Tablets noch verhöhnt hatte. Ohnehin schien sich Jobs für die Idee eines Mini-iPad viel mehr erwärmen zu können, als er dies öffentlich zugab, wie aus kürzlich aufgetauchten internen E-Mails hervorgeht. Es wäre auch fahrlässig, die Vorstöße von Amazon und Google in das Segment kleinerer und billigerer Tablets zu ignorieren, immerhin sind dies zwei der schärfsten Wettbewerber. Diese Rivalen halten sich bedeckt, was die Verkaufszahlen ihrer Geräte angeht, aber kaum jemand zweifelt daran, dass es für kleinere Tablets einen signifikanten Markt gibt.
Apple mag den Tabletmarkt bislang dominieren. Aber das Unternehmen kann es sich nicht leisten, seinen Wettbewerbern ein aufstrebendes Segment in dem Geschäft kampflos zu überlassen.
Der Apfel wird faul...
Andreas Magnus (amagnus)
- 26.10.2012, 13:42 Uhr