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Samsung Galaxy Gear Der Computer für das Handgelenk

 ·  Samsung hat früher als alle Konkurrenten seine Smartwatch vorgestellt. Die Galaxy Gear arbeitet nicht eigenständig. Sie ist nur eine Erweiterung eines Smartphones oder Tablets.

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© AP Vergrößern JK Shin, Leiter der IT und Mobile Sparte bei Samsung, bei der Präsentation der Galaxy Gear

Im Wettlauf um die erste Präsentation einer Computeruhr hat Samsung die Konkurrenz zunächst einmal ausgestochen. Doch der Schnellste muss nicht auch gleich der Gewinner sein - wie schlägt sich also Samsungs neues Modell, die Galaxy Gear im ersten Kurztest. Zunächst vorweg genommen: Sie arbeitet nicht eigenständig. Sie ist nur eine Erweiterung eines Smartphones oder Tablets. Auf ihr arbeitet eine spezielle Androidversion. Samsung schränkt die Nutzung derzeit sogar auf zwei Modelle ein. Der Grund: Die App, mit der Smartphone und Uhr gekoppelt werden können, kann nur unter Samsung Apps heruntergeladen werden. In Kürze soll sie auch für das Galaxy S4 und andere aktuelle Modelle zur Verfügung stehen.

Was macht also die Computeruhr? Sie zeigt an, wenn ein Anruf eingeht, eine Nachricht gesendet wurde oder ein Termin ansteht. Wird ein Kalendereintrag, eine SMS oder Mail angeklickt, öffnet sich die Nachricht auf dem Smartphone. Auf dem kleinen Bildschirm der Galaxy Gear würde es keinen Sinn machen, eine längere Mail zu lesen. Der Griff zum Smartphone bleibt also nicht aus. Es sei denn, die am Handgelenk angezeigte Information kann getrost ignoriert werden, weil der Nutzer bereits weiß, von wem sie ist.

Samsungs Galaxy Gear verfügt auch über eine Kamera - ein Schnappschuss lässt sich aus dem Handgelenk machen. Allerdings wegen einer geringen Pixelzahl nur in mäßiger Qualität. Auch die Musik auf dem Smartphone lässt sich über die Computeruhr steuern. Für all diese Funktionen hat die aber nur eine einzige Taste. Befehle nimmt sie entweder per Sprachsteuerung oder per Wischgeste auf dem Touchdisplay entgegen. Text für SMS oder Mails können eingesprochen werden und wandern dann zum Smartphone.

Ein Produktmanager nannte die Galaxy Gear deshalb eine „Verlängerung“ des Smartphones. Ihr Nutzer müsse nicht ständig in die Hosen- oder Sakkotasche greifen, um nach Terminen oder Mails zu schauen. Das mag für den gehetzten Manager praktisch sein, wenn Termine, Mails und Anrufe minutenweise eingehen. Für normale Smartphonenutzer ist das aber keine notwendige Anwendung.

Gut zu tragen, nicht ganz zuverlässig zu bedienen

Die Galaxy Gear fühlt sich besser an, als man aufgrund der Fotos vermuten könnte. Das Armband ist aus Plastik, lässt sich einigermaßen gut verschließen. Das Display reagiert nicht ganz zuverlässig. Aber mit etwas Geduld und Übung lässt sich zwischen den Apps wechseln. Sprachbefehle nahm die Galaxy Gear spätestens nach dem zweiten Versuch an.

Wir konnten die Uhr nur wenige Minuten ausprobieren. Spaß machte das schon, es könnte jedoch sein, dass der Effekt nach wenigen Wochen schnell verpufft. Preise verrät Samsung noch nicht. Bleibt also die Frage, wie viel man für ein nettes Spielzeug ausgeben will - und wofür man es braucht.

Die Samsung Galaxy Gear in Zahlen
  • Kamera mit 1,9 Megapixel
  • Videoaufzeichnung in 720p mit maximal zehn Sekunden Dauer
  • Arbeitsspeicher 512 Megabyte
  • Flashspeicher 4 Gigabyte
  • Angebot von 70 Apps (maximal 10 auf einmal installierbar)
  • Amoled-Display in 1,6 Zoll
  • Auflösung 320 × 320 Pixel
  • Bildschirm nicht biegbar
  • Gewicht knapp 74 Gramm
  • Single-Core-Prozessor mit 800 Megahertz
  • Bluetooth 4.0
  • Mikro-USB nur an der Schutzhülle
  • Akku soll einen Tag halten
  • Spracherkennungs-App „S Voice“
  • Mikrofon zur Sprachsteuerung
  • Kommuniziert nur mit Samsung Galaxy Note 3 und Note 10.1
  • Geplanter Verkaufsstart 25. September
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