23.03.2012 · Bis zu 25 Prozent weniger Treibstoff soll ein mit Hybridantrieb ausgerüsteter Triebwagen der Bahn gegenüber konventionell angetriebenen Fahrzeugen verbrauchen.
Von Peter ThomasRichtlinien für Lesermeinungen
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Einen Triebwagen oder eine Lok mit Dieselhydraulischem Antrieb nachzurüsten ist keine gute Lösung. Es rächt sich, daß die Deutsche Bahn AG voll auf den dieselhydraulischen Antrieb setzt. Die kauft jetzt ja auch solche Loks bei Voith. Seit den 80er Jahren gilt aber der dieselelektrische Antrieb als die beste Lösung. Diesel treibt Generator an, der Strom wird von einer Leistungselektronik umgeformt und damit treiben Drehstrom-Asynchron Motoren die Radsätze an (warum macht man das in den Hybrid-Autos nicht auch so???). Das ist in der Anschaffung teuerer, aber im Betrieb super. Der Diesel läßt sich permanent im Bestpunkt fahren. Es läßt sich auch ein Akku problemlos integrieren, der Bremsenergie aufnimmt und bei Bedarf wieder abgibt. Bei E-Loks ist Nutzbremse schon lange Standard. Diese ganze Technik wurde in Deutschland entwickelt, nur wird sie hier nicht mehr genutzt, genau wie vieles andere auch.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.03.2012 16:18 UhrAmpera ist auch ein Irrweg
Der Ampera läuft mit einem Benzinmotor. Der Elektromotor ist anscheinend kein Drehstromasynchronmotor. Der Ampera ist vor allem ein Elektroauto, der Motor nur ein Range Extender. Ich glaube, daß Hybrid nur als Booster funktioniert, d. h. Bremsenergie wird gespeichert und bei Bedarf bei Spitzenlast wieder abgegeben. Der Hauptantrieb sollte aber der Diesel bleiben. Alternativ kann man auch eine Brennstoffzelle nehmen. Alles andere ist utopisch.
Kaufen sie den Opel Ampera
dann haben sie solch ein Konzept in einem Auto. Allerdings kostet das Fahrzeug schlappe 42000€. Die Batteriereichweite liegt zwischen 42 und 80km. Bei Benzinbetrieb ist der Wagen allerdings kein Weltmeister im sparen. Der Benzinmotor läuft immer im optimalen Drehzahlbereich. Was er an Wirkungsgrad hinzugewinnt, verliert das Fahzeug wieder durch die Umwandlung der Energie über den Generator, die Batterie und den Elektromotor.
Am Ende läuft jede Form von Hybridantrieb oder
Elektromobilität darauf hinaus, dass man hunderte Kilos (im Fall
eines Automobils) oder mehrere Tonnen (im Fall der beschriebenen
Hybridlok) spazierenfährt. Ob das eine echte Innovation
gegenüber einem Oberleitungsbetrieb ist, darf bezweifelt werden.
Elementar scheint mir aber die Frage zu sein, wie viel Lithium weltweit
verfügbar ist. Als es um die Abschaltung der Kernkraftwerke ging,
wurde von SPD-Chef Gabriel und Anderen ständig schwadroniert, dass
das Uran in wenigen Jahrzehnten zur Neige ginge, und von 'Peak Oil'
hört man auch dauernd. Über Lithium (und andere Materialien,
auf die die 'Energiewende' in riesigen Mengen angewiesen ist) hört
man nichts. Im Baumarkt ist es m.W. nicht erhältlich. Was die
weiterführende Frage aufwirft, wie aufwendig die Gewinnung des
Lithiums ist und wie politisch stabil die Länder sind, aus denen es
stammt. Wer diese Fragen bei Öl und Uran diskutiert, darf bei
Lithium nicht vor ihnen zurückschrecken.
Lithium ist unendlich verfügbar
Es ist in den Salzen im Meerwasser gebunden. Wirtschaftlich ist es jedoch nur in Salzseen zu gewinnen bei denen die Erosion umliegender Landschaften genügend in die Seen eingespült hat. In Bolivien befindet sich ein Salzsee der alleine die ganze Welt für viele Jahrzehnte versorgen konnte. Die Lithiumkonzentration ist dort sehr hoch sodass es wirtschaftlich zu fördern ist, was allerdings wegen der noch zu geringen Nachfrage derzeit nicht passiert. Es gibt weder ein Peak Öl, ein Peak Uran sowie jemals einen Peak Lithium. Das sind alles Erfindungen der Linksgrünen zur Angstmache, sowie von Greenpeace die die Zivilisation gerne zurückdrehen möchten.
Wirkungsgrad hin oder her, die Zukunft liegt im Elektroantrieb, ob Bahn,Bus oder PKW. Denn Gas,Kohle und Öl sind nun mal begrenzte Resourcen.Ob nun das letzte Tröpfchen Öl in 50, 100 oder 200 Jahren verbrannt wird spielt dabei weniger die Rolle. So (mittel- bis langfristig) betrachtet sind Hybridantriebe nur Brückentechnologie.Strom bzw Elektizität werden wir dann auch zum Heizen unserer Häuser einsetzen. Die Politik sollte also heute schon damit anfangen, Zeit und Geld in die Forschung zu stecken um eine günstige und autarke Erzeugung von Strom in Zukunft gewährleisten zu können. Solar und Windkraft können da nicht die Lösung sein. Wäre Strom billig, würde die Bahn nicht in Hybridtechnik investieren, sondern Oberleitungen bauen. Wäre Öl billig....Es sollte also jedem klar sein, dass es der Bahn nicht um Ökologie, sondern um Ökonomie geht.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.03.2012 13:30 Uhr.... und schon sind wir wieder in der Diskussion ...
.... woher denn der viele Strom kommen sollte! Ich beobachte schon
lange, dass in vielen Bereichen diese Frage nur selten aufgeworfen wird,
geschweige denn beantwortet. Elektroautos, Elektolokomotiven - woher
kommt der Strom.
Als Fingerübung empfehle ich einmal auszurechnen, wieviele
Windanlagen man für eine einzige DB-Lock brauchen würde. Damit
ist dann endgültig klar, dass Elektromobilität für immer
ein Traum bleiben wird.
Zwei Motoren in einem Zug sind ein alter Hut
Und was ist jetzt so besonders neu an dieser Technik außer der Lithium-Ionenbatterie? Diesel-Elektrische Antriebe gibt schon seit fast 100 Jahren, weil das Anfahren mit E-Maschinen einfacher ist und der Dieselmotor immer im optimalen Bereich laufen kann. Neu ist eigentlich nur dass eine Brems- und Schub-Energierecuperation möglich ist, was den Kraftstoffverbrauch reduziert. Dieser Artikel will uns eine Technologie als Neuheit verkaufen die schon lange eingesetzt wird. Nur mal bei Wikipedia unter Dieselelektrischer Antrieb nachschauen.
ist man schon etwas überrascht, was hier als "Weltwunder" beschrieben wird. Hybridloks (vor allem für den Rangier- und Güterdienst) gibt es hier schon lange. Und auch die "reinen" Elektroloks werden bspw. bei der Talfahrt am Gotthard zu Kraftwerken und geben Strom an das Netz ab.
revolutionieren, ein erster Schritt in Richtung individueller
Rekuperation, dass heisst, ohne Fahrdraht. Wenn der Bahnverkehr und
nicht nur der Personenverkehr, eine Zukunft haben will, so wird man
diesen Weg konsequent weiterverfolgen müssen.
Entwicklungen der Automobilindustrie und ihrer Leittechnik könnten
mehr genutzt werden.
zum Grusse
Dieselelektrische Loks gab es schon zu meiner Kindheit: Solche Triebfahrzeuge werden in der Schweiz in Reserve gehaltenfür den Fall dass das Stromnetz ausfällt. Ich bin 70-jährig - von neuer Technik zu sprechen, ist doch eher seltsam. Sogar die Rekuperation von Strom bei Abwärtsfahrten wurde schon vor mehr als hundert Jahren verwendet (Jungfraubahn). Ueberrascht bin ich von der Tatsache dass es in Deutschland offenbar noch nicht elektrifizierte Bahnlinien gibt.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.03.2012 18:50 UhrBahnstrom aus Kohlekraftwerken
Nach dem Tsunamie in Japan und auf Empfehlung der Ethikkommission, wurde auch ein KKW, das Bahnstrom 16,7 Hz erzeugte, schnellstens abgeschaltet.
Neue Technologie? Nicht wirklich!
Herr Hofer, Sie haben recht, dass es dieselelektrische Antriebe bei Loks schon seit bald hundert Jahren gibt und diese sind auch weltweit stark verbreitet. Allerdings hat man in West-Deutschland nach dem 2. Weltkrieg oft auch auf dieselhydraulische Antriebe gesetzt. Diese sind mittlerweile auch in Triebzügen (meist klein mit wenig Leistung) weit verbreitet. Man macht also eher einen Schritt zurück zu den dieselelektrischen Antrieben und zum Glück endlich, weil die sind ja wesentlich effizienter.
Das mag zwar für Deutschland ....
richtig sein. Sicher aber nicht als allgemein gültige Aussage und ganz sicher nicht für die Schweiz, die ihr Bahnnetz konsequent nach dem ersten Weltkrieg elektrifiziert hat. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB-CFF-FFS) besitzen und betreiben seit Jahrzehnten grosse Wasserkraftwerke. Sie exportieren übrigens auch noch Spitzenenergie nach Deutschland.
Vom Primärenergieverbrauch gesehen ist die Diesellok effizienter als die E-Lok
Bahnstrom wird zum Grossteil in alten Kohlekraftwerken erzeugt deren
Wirkungsgrad kaum über 30% liegen. Dann muss der Strom ein paarmal
unter Verlusten in Transformatoren umgespannt und transportiert werden.
Wenn die Bahn nicht genug 16 2/3Hz Generatoren hat muss
Elektrizität zugekauft werden und und unter Verlusten von 50Hz auf
16 2/3 Hz umgewandelt werden. Der Gesamtwirkungsgrad liegt kaum
über 25%. Eine Dieselelektrische Lok ist effizienter.
Europas Bahnnetze wurden in den 20er und 30er Jahren elektrifiziert. Das
war die Zeit als Kohle noch in Europa billig gefördert werden
konnte. Für Diesel hätte man riesige Mengen von Erdöl
importieren müssen. Vor allem Deutschland hatte auch nicht
genügend Dollars um Erdöl in diesen Ausmass zu kaufen - wenn
jemand das Öl überhaupt Deutschland verkauft hätte.
Auf manchen Linien ist halt das Verkehrsaufkommen nicht hoch genug
sodass sich eine Elektrifizierung rechnet.
Heute bereitet der Kauf von Erdöl keine grössere Schwierigkeiten.
eine Notlösung - Lok vorspannen oder Strecke elektrifizieren!
Dass der Zug geräuscharm aus dem Dorf kommt - das ist wichtig. Schließlich haben sich die Anwohner beim günstigen Kauf ihrer schmucken Hütten fest darauf verlassen, dass eine autoselige Politik die Bahnstrecke aushungern wird. Mich hätte mehr interessiert, wie sich der Hybrid-Antrieb für den Fahrgast anfühlt - weniger lärmend und vibrierend als in bisherigen Dieseltriebzügen? Tuttlingen-Ulm zum Beispiel ist derzeit ein Horrortrip. Früher gab es mal die elegante Lösung, den Antrieb auf ein separates Fahrgestell auszulagern - Lokomotive nannte man das.