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Husqvarna : Weißblau ohne Rot

Ein merkwürdiges Dasein am Rande der Wahrnehmung führt die sehr alte Marke Husqvarna. Geländefreaks ist sie ein Begriff. Normalen Motorradfahrern ist sie eher fremd.

          Ein merkwürdiges Dasein am Rande der Wahrnehmung führt die sehr alte Marke Husqvarna. Geländefreaks ist sie ein Begriff, doch normalen Motorradfahrern wie du und ich ist das Unternehmen - ursprünglich in Schweden gegründet, seit langem in Norditalien ansässig - eher fremd. Auch BMW, der mächtige Konzern, hat daran nichts ändern können. Dabei sollte Husqvarna nach der Übernahme im Jahr 2007 in den Armen der Weißblauen aufblühen, wie es der Automarke Mini gelungen ist.

          Dem Vernehmen nach wurde erheblich investiert, ein reger Austausch von Personal und Knowhow zwischen München und Varese kam in Gang, und die Verantwortlichen versprühten Begeisterung für die Sache. Husqvarna sollte sich als Anbieter von Straßenmaschinen etablieren, ohne den Offroad-Sport aufzugeben. BMW-Motoren und sonstige Komponenten, frisiert und italienisch eingekleidet, dienten als Grundlage neuer Modelle wie der beeindruckenden Nuda 900 - deutsche Technik mit feuerrotem Charakter.

          Wie sich das auf dem Markt widerspiegelte, war nicht beeindruckend: im vorigen Jahr 10.751 Stück weltweit, in Deutschland 795. In dürren Worten gab BMW jetzt den Verkauf der Tochter bekannt. „Strategische Neuausrichtung“, heißt es, von „Schwerpunkten im Bereich der urbanen Mobilität und der E-Mobilität“ ist die Rede. Unklar ist, was der neue Besitzer, die österreichische Pierer Industrie AG (Motorradhersteller KTM), zahlt. Unklar ist auch mal wieder, was aus Husqvarna wird.

          Walter Wille

          Redaktion „Technik und Motor“

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