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Veröffentlicht: 14.12.2012, 16:00 Uhr

Highend-Kompaktkameras Schlank, schwarz, lichtstark und leistungsfähig

Lumix LX7, Samsung EX2F und Olympus Stylus XZ-2 ähneln sich im Konzept. Im Detail sind sie doch verschieden. Sie kosten zwischen 430 und 550 Euro.

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© Pardey Lumix DMC-LX7, Samsung EX2F und Olympus Stylus XZ-2, hier jeweils mit Aufstecksucher (Zubehör)

Das Trio sieht sich, nebeneinander gestellt, tatsächlich geschwisterlich ähnlich. Die Lumix DMC-LX7 von Panasonic, die Samsung EX2F und die Olympus Stylus XZ-2 sind das Angebot der drei Hersteller in der Geräteklasse „Highend-Kompaktkamera“. Mit kleinen Unterschieden ist ihnen, abgesehen vom Aussehen, etliches gemeinsam: Sie haben alle drei einen 1/1,7-Zoll-CMOS-Sensor, der bei Samsung und Olympus maximal 12-Megapixel-Bilder liefert und im Falle des „Multiaspect-MOS“ der LX7 10,1 Megapixel große. Ihr Zoom-Objektiv ist nicht wechselbar, aber es ist mit der Anfangsöffnung von 1:1,4 bei LX7 und EX2F in der 24-mm-Weitwinkelstellung (Kleinbildäquivalent) und bei der XZ-2 mit 1:1,8 bei 28 mm besonders lichtstark. Alle drei Objektive mit Brennweiten von 24 bis 80 mm (Samsung), 24 bis 90 mm (Lumix) und 28 bis 112 mm (Olympus) schmücken gute Namen: Leica Summilux bei der Lumix, Zuiko bei der Olympus und Schneider-Kreuznach Varioplan bei der Samsung.

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Die Ziffer im Modellnamen lässt erkennen: Panasonic hatte auch bei diesem Kameratyp früh die Nase im Wind, die LX7 ist also eine in kontinuierlicher Weiterentwicklung entstandene Kamera. Samsung und Olympus stießen erst später dazu; die aktuellen Modelle sind jeweils das zweite der Baureihe. Preislich ergibt sich ein klares Gefälle: Die Samsung ist mit einem Straßenpreis von etwa 430 Euro am günstigsten. Für die Lumix werden knapp 460 Euro verlangt. Die Olympus kostet um die 550 Euro. Nebenbei: Die Leica D-Lux 6 ist eine modifizierte Lumix LX7, die im Leica-Online-Store für rund 700 Euro angeboten wird.

Wenn es denn der teure rote Punkt sein muss, erwirbt man damit eine etwas üppigere Softwareausstattung zur Bildbearbeitung am PC sowie die Möglichkeit, als aufpreispflichtiges Zubehör einen Handgriff zu erwerben. Der wird unter die Leica aus Japan geschraubt. Das ist eine echte Verbesserung gegenüber der LX7, die zwar im Gegensatz zur glatten D-LUX 6 eine griffartige Vorwölbung der Kamerafront bereits mitbringt, die aber in großen Händen ein wenig zu niedrig erscheint, um sich wirklich gut halten zu lassen. EX2F und XZ-2 bieten besseren Halt; die luxuriöseste Variante hat Olympus: Der zum Lieferumfang gehörende Griff lässt sich an- und abschrauben.

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Die Lumix hat im Gegensatz zu EX2F und XZ-2 kein bewegliches Display, das in allen drei Kameras 3 Zoll misst und 920 000 Bildpunkte zeigt. Am besten hat das auch im Sonnenschein gut erkennbare Oled-Display der Samsung gefallen, das sich seitwärts abklappen und komplett herumdrehen lässt, so dass es beim Transport geschützt ist. Der gute Eindruck hängt aber auch stark von der Gestaltung der Informationen und Menüs auf dem Schirm ab: Bei der Lumix und der Stylus, die einen lediglich neigbaren Monitor hat, ist beides etwas gröber gepixelt.

Zu allen drei Kameras gibt es Aufstecksucher: Zur Samsung einen preisgünstigen Fernrohrsucher mit 24-mm-Bildfeld und Leuchtrahmen, zu den beiden anderen sowohl Durchsicht- als auch sehr gute elektronische Live-View-Sucher. Olympus bietet hier die meisten Optionen mit zwei elektronischen und einem Durchsichtsucher aus dem Pen-System. Wer glaubt, mit dem Sucher von Samsung als Visierhilfe bei den beiden anderen Kameras billig wegzukommen, täuscht sich: Der Fuß des Suchers ist wie der Schuh an der Kamera der Koreaner um Bruchteile eines Millimeters breiter und passt daher nicht.

Alle drei Kameras können ihre Aufnahmen mit W-Lan weiterleiten. Am komfortabelsten und in vielfältigste Richtungen versteht es die EX2F mit eingebautem WiFi; die Olympus ist auf die FlashAir-Karte von Toshiba und die App Olympus Image Share vorbereitet. In der LX7 lässt sich eine EyeFi-Karte einsetzen. Egal wie, bei Funkverkehr halten die ohnehin nicht üppig bemessenen Kameraakkus einen fotografischen Tagesausflug nicht durch.

Sehr gute Objektive

Die Lumix und die Stylus haben ums - bei allen dreien sehr gute - Objektiv herum einen Drehring. Bei der LX7 kann man da wie in der guten alten Zeit die Blende regeln. Der Ring der XZ-2 lässt sich auf jeweils zwei unterschiedliche Funktionen programmieren, zwischen denen mit dem Kipphebel unten an der Front hin- und hergeschaltet wird. Als praktisch erwies sich die Kombination aus manuellem Scharfstellen und Belichtungskorrektur.

Alle drei Kameras haben sämtliche üblichen Bedienungsmodi von der Rundum-sorglos-Vollautomatik bis zur rein manuellen Einstellung. Sie können alle drei Rohdaten speichern, machen Full-HD-Videos auf Knopfdruck und haben Motivprogramme und Digitalfilter zur Bildbearbeitung eingebaut. Im letzten Punkt ist wiederum die Samsung am üppigsten, um nicht zu sagen am verspieltesten, ausgestattet. Die Olympus hat besonders fein dosierbare Effekte, und das Angebot der Lumix erscheint wie eine Pflichtübung, die nicht davon ablenken will, dass die eigentliche Kreativität im Fotografen und nicht in der Kamera steckt.

Hinsichtlich Arbeitsgeschwindigkeit gefiel die Olympus durch ihren ausgesprochen flotten Autofokus besonders, gefolgt von der Samsung und der etwas behäbiger an den Start gehenden Lumix. Die ist in allen drei Dimensionen mit bloßem Auge erkennbar zierlicher als die beiden anderen und hat an der Rückseite dieses Rädchen zum Einstellen durch Drehen und Drücken, das bedienungstechnisch gut gefiel. Werden die drei kleinen Schwarzen parallel nebeneinander benutzt, gibt es keinen klaren Sieger und keinen Ausreißer nach unten. Mit keiner von den dreien macht man etwas verkehrt, die eine wie die andere überzeugt mit sehr guten Bildergebnissen. Am Ende mag die Entscheidung, wenn sie nicht schlicht vom Preis diktiert wird, aus Sympathie fallen. Zum Beispiel dafür, dass die Lumix und die Samsung ihren Blitz wie einen Kistenteufel hochschnellen lassen und die Stylus ihn sachte ausfährt.

Quelle: F.A.Z.

 

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