Home
http://www.faz.net/-gy9-735dv
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Google-Auto Kalifornien lässt fahrerlose Autos im Straßenverkehr zu

Nach vielen Testkilometern dürfen fahrerlose Autos nun in Kalifornien auch auf öffentlichen Straßen benutzt werden. Aus Science-Fiction wird Realität, sagte der Gouverneur bei der Unterzeichnung eines entsprechenden Gesetzes in der Google Zentrale.

© AFP Vergrößern Das selbstständig fahrende Auto vor der Google Zentrale in Mountain View, Kalifornien. Nur der Kasten auf dem Dach macht den Unterschied auf den ersten Blick erkenntlich

In Kalifornien dürfen künftig selbstfahrende Autos ganz offiziell auf den Straßen fahren. Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, unterzeichnete am Dienstag ein Gesetz, in dem die Sicherheitsstandards für computergesteuerte Fahrzeuge definiert werden. „Autonome Fahrzeuge sind ein weiteres Beispiel dafür, wie die technologische Führungsposition Kaliforniens die Science-Fiction-Vorstellungen von heute in die Realität von morgen überführt“, sagte Brown auf dem Firmencampus des Internet-Konzerns Google in Mountain View.

Gov. Brown Signs Legislation At Google HQ That Allows Testing Of Autonomous Vehicles © AFP Vergrößern Google-Chef Sergey Brin

Zuvor waren bereits in den amerikanischen Bundesstaaten Nevada und Florida die selbstfahrenden Autos für den Straßenverkehr zugelassen worden. Allerdings müssen in den Autos auch Fahrer mit einem gültigen Führerschein sitzen, die bei Bedarf steuernd eingreifen können.

Mobilität für Menschen, die sie bisher nicht hatten

Unmittelbar vor der Unterzeichnung des Gesetzes hatte Brown auf dem Googleplex eine Probefahrt in einem von Google entwickelten autonom fahrenden Auto unternommen. „Selbstfahrende Auto können das Leben sowie Städte und Gemeinden verändern“, sagte Google-Mitbegründer Sergey Brin, der in dem Suchmaschinenkonzern das Projekt vorantreibt. So könnten künftig Personen am Straßenverkehr teilnehmen, den dies bislang nicht können. Außerdem könne die Verkehrssicherheit erhöht und Staus vermieden werden.

Mehr zum Thema

Google stützt sich bei dem Projekt vor allem auf die Forschungsergebnisse des deutschstämmigen Wissenschaftlers Sebastian Thrun. Unter seiner Leitung gewann ein Team der Stanford University im Jahr 2005 mit dem Volkswagen Touareg „Stanley“ die DARPA Grand Challenge. Das ist ein von der Technologieabteilung Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) des amerikanischen Verteidigungsministeriums geförderter Wettbewerb für unbemannte Landfahrzeuge.

In Deutschland forschen an verschiedenen Universitäten Wissenschaftler am Konzept eines autonomen Fahrzeugs, etwa an der TU Braunschweig und der Freien Universität in Berlin. Das Fahrzeug der FU Berlin wurde im September 2011 auf den Straßen der Bundeshauptstadt getestet.
 

Quelle: AP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Moffett Airfield Google mietet Flugplatz für 60 Jahre

Google tüftelt an Roboterautos und Drohnen. Nun hat der Konzern von der Nasa einen Flugplatz in der Nähe seines Hauptquartiers gemietet - für eine sehr lange Zeit. Mehr

11.11.2014, 11:23 Uhr | Wirtschaft
Google Contributor Werbefrei gegen Gebühr

Mit Googles neuem Dienst Contributor lässt sich Werbung ausblenden - gegen Gebühr. Google schlägt damit gleich drei Fliegen. Können sich die Verlage von dem Modell etwas abschauen? Mehr Von Michael Hanfeld

21.11.2014, 16:51 Uhr | Feuilleton
Zu lang und kompliziert Das Kleingedruckte wird im Netz kaum gelesen

Verbraucher ignorieren die allgemeinen Geschäftsbedingungen in Verträgen häufig. Noch weniger Aufmerksamkeit schenken sie dem Kleingedruckten beim Online-Einkauf, obwohl gerade dort die Vertragsdetails dem Schutz der Verbraucher dienen sollen. Mehr

13.11.2014, 05:45 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 26.09.2012, 12:12 Uhr

Irgendwo zwischen Madrid und Mallorca

Von Holger Appel

Spanien wird gern kleinteilige Bürokratie und ein Hang zur Siesta nachgesagt, andererseits aber großes Potential. Was zu beweisen wäre. Zum Beispiel mit der Lieferung eines BMW i3. Mehr 1

Hinweis
Die Redaktion