21.12.2004 · Amerika und Asien liefern sich Wettbewerbe beim Bau von Wolkenkratzern: Daß mit jedem Höhenmeter die Anforderungen an die Statik und das verwendete Baumaterial steigen, beschreibt Andres Lepik in seinem Buch „Skyscraper“.
Nicht allein der Platzmangel in den großen Städten und damit einhergehende horrende Grundstückspreise haben die Menschen dazu veranlaßt, ihre Bauwerke immer weiter gen Himmel zu treiben. Es war und ist zu einem Großteil schiere Geltungssucht.
Kaum hat man sich an die Bilder des derzeitigen Weltrekordhauses, an das Taipei Financial Center (Taipei 101) mit seinen 508 Höhenmetern gewöhnt, wird bereits am neuen Rekordhalter gearbeitet: dem vom Chicagoer Büro Skidmore, Owings & Merrill konzipierten Burj Dubai, der es auf 560 Meter bringen wird.
Wettrennen um Höhenrekorde
Damit wird deutlich, daß sich das Wettrennen um Höhenrekorde längst aus Amerika, dem Heimatland der Wolkenkratzer, nach Asien und in den Nahen Osten verlagert hat. Daran ändern auch die Planungen am symbolträchtigen, 1776 Fuß (541 Meter) hohen Freedom Tower in New York nichts, der an der Stelle des am 11. September 2001 in Schutt und Asche gesunkenen World Trade Centers errichtet wird.
Daß mit jedem Höhenmeter die Anforderungen an die Statik und das verwendete Baumaterial steigen, ist einer der Aspekte, die Andres Lepik in seinem gerade bei Prestel in englischer Sprache erschienenen Buch Skyscraper anhand von Grundrißskizzen erläutert.
Mit 50 brillant fotografierten Wolkenkratzern liefert er zudem einen Überblick über die sich ändernden Fassadenformen, auch das ein Tribut an die Technik. Denn hoch aufragende Skyscraper dürfen dem Wind nicht allzuviel Widerstand bieten. Zudem soll ihr Inneres möglichst wirtschaftlich zu klimatisieren sein.