http://www.faz.net/-gy9-76z7t

Freies W-Lan : Online im Paradies

An vielen Orten in den Vereinigten Staaten gibt es freies W-Lan: ein Online-Paradies im Vergleich mit Deutschland. Doch es ist nicht alles besser in Amerika.

          Gut gelaunt stapfen wir durch das verschneite Boston, mit dem obligatorischen Handwärmer von Starbucks und dem Smartphone. An vielen Orten gibt es freies W-Lan: ein Online-Paradies im Vergleich mit Deutschland. Da lässt sich mühelos und günstig mit Skype nach Hause telefonieren. Gratis zu denjenigen, die ebenfalls Skype einsetzen, oder mit Skype-Out für lächerliche 2 Cent die Minute ins deutsche Festnetz.

          Das Hotel nutzt gleichermaßen die Internettelefonie mit dem schicken Cisco-IP-Phone, das in vielen amerikanischen TV-Serien durch seine Hochkantaufstellung ins Auge fällt. Aber das Design ist schon alles. Unser Apparat auf dem Zimmer reagiert träge wie ein alter Windows-Rechner und benötigt minutenlang zum „Hochfahren“. Drei Dollar will das Hotel für eine Voip-Gesprächsminute. Wir bleiben bei „Free WiFi“.

          Selbst am Logan International Airport fallen die entsprechenden Schildchen sofort ins Auge. Ein freies Netz für freie Flieger? Die Formulierung führt leider in die Irre. Kostenfrei ist in der Tat das W-Lan. Aber einen unentgeltlichen Internetzugang gibt es nicht. Man kann nur Informationen zum Flug abrufen. Also greifen wir zum iPad Mini mit deutscher Vodafone-Sim-Karte. Doch in der Lounge von Air France ploppt nur eine Fehlermeldung beim Aktivieren der mobilen Datenverbindung auf: „PDP-Authentifizierung“.

          Wäre ja schön, wenn man das Problem hier und jetzt beheben könnte. Also das smarte Phone gezückt und mit der Telekom-Karte eine Suche auf Google gestartet. Leider hebt T-Mobile am Boston Airport nicht ab. Dass die Daten tröpfeln würden, ist eine Übertreibung. Vermutlich stehen sie im Callahan-Tunnel im Stau, oder sie schwimmen aus Winthrop durch das vereiste Wasser herüber. Es ist eben nicht alles besser in Amerika.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Folgen:

          Topmeldungen

          Logo von WhatsApp

          Messenger-Dienste : Barley will WhatsApp zur Öffnung zwingen

          Wer nur WhatsApp nutzt, kann keine Nachrichten an andere Messenger-Dienste schicken. Justizministerin Barley möchte das ändern. Sie fordert von den Apps offene Schnittstellen – und will damit den Wettbewerb beleben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.