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Freies W-Lan Online im Paradies

 ·  An vielen Orten in den Vereinigten Staaten gibt es freies W-Lan: ein Online-Paradies im Vergleich mit Deutschland. Doch es ist nicht alles besser in Amerika.

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Gut gelaunt stapfen wir durch das verschneite Boston, mit dem obligatorischen Handwärmer von Starbucks und dem Smartphone. An vielen Orten gibt es freies W-Lan: ein Online-Paradies im Vergleich mit Deutschland. Da lässt sich mühelos und günstig mit Skype nach Hause telefonieren. Gratis zu denjenigen, die ebenfalls Skype einsetzen, oder mit Skype-Out für lächerliche 2 Cent die Minute ins deutsche Festnetz.

Das Hotel nutzt gleichermaßen die Internettelefonie mit dem schicken Cisco-IP-Phone, das in vielen amerikanischen TV-Serien durch seine Hochkantaufstellung ins Auge fällt. Aber das Design ist schon alles. Unser Apparat auf dem Zimmer reagiert träge wie ein alter Windows-Rechner und benötigt minutenlang zum „Hochfahren“. Drei Dollar will das Hotel für eine Voip-Gesprächsminute. Wir bleiben bei „Free WiFi“.

Selbst am Logan International Airport fallen die entsprechenden Schildchen sofort ins Auge. Ein freies Netz für freie Flieger? Die Formulierung führt leider in die Irre. Kostenfrei ist in der Tat das W-Lan. Aber einen unentgeltlichen Internetzugang gibt es nicht. Man kann nur Informationen zum Flug abrufen. Also greifen wir zum iPad Mini mit deutscher Vodafone-Sim-Karte. Doch in der Lounge von Air France ploppt nur eine Fehlermeldung beim Aktivieren der mobilen Datenverbindung auf: „PDP-Authentifizierung“.

Wäre ja schön, wenn man das Problem hier und jetzt beheben könnte. Also das smarte Phone gezückt und mit der Telekom-Karte eine Suche auf Google gestartet. Leider hebt T-Mobile am Boston Airport nicht ab. Dass die Daten tröpfeln würden, ist eine Übertreibung. Vermutlich stehen sie im Callahan-Tunnel im Stau, oder sie schwimmen aus Winthrop durch das vereiste Wasser herüber. Es ist eben nicht alles besser in Amerika.

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17.02.2013, 09:43 Uhr

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