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Fernsehübertragung Schüsseln und Verschlüsseln

 ·  Scharf, in prächtiger Auswahl und ohne Hürden: So sollten Fernsehbilder ins Wohnzimmer kommen. Die Realität ist nicht immer ganz so ideal. Denn alle Übertragungswege haben neben den Stärken auch ihre Schwächen.

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Harald HEINZ
Harald HEINZ (willer3) - 22.02.2013 21:52 Uhr

Soweit zu den Folgen einer deutschen Planwirtschaft in der Nachrichtenübermittlung

So wie bei DAB ging es auch bei DVB-T - in beiden Systemen ging der Plan gründlich in die Hose und stinkt zum Himmel. UKW sollte schon lange durch DAB ersetzt werden, aber es kam genau umgekehrt - fast jeder Schlafzimmerwecker hat ein grottenschlechten FM-Empfang (warum FM? - das kennt der Chinese, denn dort kommt all der Mist an Hardware her) und beim terrestrischen Bildfunk hat mit die Richtung der Technik verschlafen und kann kein HDTV - nur eine Fortentwicklung könnte es, aber dann wären alle Vorgängergeräte wieder mal für die Deponie - die Nachfolgegeneration der Röhrengeräte, die oft vollfunktioniell auf dem Schrott landeten. Wegwerfgesellschaft eben. Neuen Bedarf schaffen durch Unfähigkeit - oder absichtlich.
Einziger Vorteil: hier im Grenzbereich zu Frankreich gibt es endlich eine gemeinsame Basis für Fernsehen beider Seiten - das könnte Völkerverständigung werden - aber die wenigsten wissen davon oder interessieren sich dafür. Schade drum.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.02.2013 20:27 Uhr
Thorsten Langer

Die Gründe liegen woanders..

Auch China arbeitet mit DAB+, daran kann es folglich nicht liegen. Die digitalen Empfänger werden dort auch massenhaft produziert. Testsender für die Entwicklung und die Qualitätskontrollen sind vorhanden.
An einen zügigen Ausbau, sowohl der Senderstandorte als auch bei der Programmvielfalt in Deutschland, werden wir im völlig überregulierten Europa wohl noch lange warten müssen.
Bei den Endgeräten gibt es ja nach Ihrer eigener Aussage keinen Inovationsstau. Im Bereich von DAB-Empängern ist Frontier Silicon mit einer großen Auswahl an DAB Modulen, die zusätzlich auch noch den UKW Empfang ermöglichen, führend. Es mangelt folglich an der flächendeckenden Verbreitung von DAB+. In vielen ländlichen Regionen sind, falls überhaupt, derzeit nur fünf Sender, vielfach zudem nur im Freien, empfangbar. Damit lässt sich die Masse freilich nicht von der neuen Technik überzeugen. Auch misbraucht die Automobilindustrie den neuen Standard als Gelddruckmaschine und verzögert die Verbreitung zusätzlich.

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22.02.2013, 08:00 Uhr

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