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Facebook : Seniorenbook

Die Jugend wendet sich von Facebook ab. Es wird ein Netz der Eltern und Alten. Wir Alten können es uns jetzt also richtig gemütlich machen, auf Facebook.

          Die Jugend wendet sich von Facebook ab. Es wird ein Netz der Eltern und Alten. In den Industrieländern sinkt die Zahl der Jungen drastisch, und die Neueintritte der Alten gleichen diese Verluste nicht aus. Wer jetzt in der Generation „45 Plus“ zu Facebook stößt, liegt voll im Trend. Denn nur in dieser Altersgruppe wächst Facebook in Deutschland. Amerika ist bereits einen Schritt weiter, Zuwächse gibt es allein unter den Rentnern. Das Desinteresse der jungen Leute spiegelt sich auch in der Tatsache wider, dass die Zahl der durchschnittlichen Freunde je Nutzer stagniert. Je größer und unübersichtlicher Facebook wird, umso mehr achten auch die Jungen darauf, wer eigene Beiträge lesen oder eigene Fotos sehen kann.

          Eine Lösung des Problems der zu großen Facebook-Öffentlichkeit bieten nicht etwa die komplizierten Privatsphäre-Einstellungen des blauen Netzes an. Sondern man weicht ganz konsequent auf Messaging-Dienste fürs Smartphone aus, wie etwa Whats App, Kik oder Viber. Hier geht es deutlich privater zu, und vor allem können die Eltern nicht mitlesen. Alle wichtigen Messenger erlauben mittlerweile auch das Übertragen von Fotos, und neuerdings stellt Viber sogar die Verbindung zum PC her, die entsprechende Software für Windows und Mac erweitert den kleinen Smartphone-Bildschirm. Wir Alten können es uns jetzt also richtig gemütlich machen, auf Facebook.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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