Gut ein Jahr nach Fukushima ist für so manchen deutschen Schlaumeier die kurz nach dieser verheerenden Katstrophe hektisch ausgerufene Energiewende gescheitert. Das ist eine wenig sinnvolle Aussage, nimmt der angepeilte Wechsel von der verpönten Kernkraft und den klimakillenden fossilen Brennstoffen hin zu ausschließlich regenerativen Energien doch Jahrzehnte in Anspruch. Noch mehr Geduld wird man brauchen, wenn nicht nur unsere Stromerzeugung, sondern auch die deutlich energiehungrigere Hauswärmeproduktion und die für unsere Fahrzeuge benötigten Treibstoffe komplett aus Biomasse, Wind- und Sonnenkraft gewonnen werden sollen.
Vermutlich richtig liegt man dagegen, wenn man an dem raschen Aufbau leistungsstarker Windparks mit Hunderten von Windrädern vor den Küsten von Nord- und Ostsee zweifelt. Denn längst hinkt dieses Großvorhaben weit hinter den Planzahlen zurück - wofür gleich mehrere Ursachen verantwortlich sind. Nicht nur technische. So mangelt es bisher vor allem auch an stringenten und für alle Beteiligten nachvollziehbaren Planungsrichtlinien. Um nur ein Beispiel zu nennen: Auch Jahre nachdem man die ersten Windmühlen ins tiefe Wasser gestellt hat, müssen die für den Transport des Windstroms ins Verteilnetz an Land verantwortlichen „Steckdosen“ zeitaufwendige Einzelprüfungen über sich ergehen lassen - ohne die sich kein Versicherer und am Ende der Kette auch kein Finanzierer für die milliardenschweren Investitionen findet.
Anders als Medien und Politik…
Thomas Wolfgang (Tom-Mogontiacum)
- 13.07.2012, 08:01 Uhr
Herr Küffner
Gerd Stender (roeoa1)
- 12.07.2012, 15:03 Uhr
Teils, teils
Helmut Erb (HelmutErb)
- 12.07.2012, 13:57 Uhr