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E-Auto : Nicht ganz dicht

Warum redet eigentlich niemand mehr über Elektro-Autos? Weil sich zum Beispiel die Nachteile der geringen Reichweite und der langen Ladezeiten nicht schönreden lassen.

          Warum redet eigentlich niemand mehr über Elektro-Autos? Endlich sind wir auf dem Boden der Tatsachen zurück, auch wenn es die Kanzlerin immer noch nicht wahrhaben will, dass wir 2020 niemals eine Million (reine) E-Autos haben werden, womöglich werden es nicht einmal 100.000 sein. Die Nachteile der geringen Reichweite und der langen Ladezeiten lassen sich nicht schönreden, wenn auch diese Woche die Meldung durch die Presselandschaft geisterte, dass E-Autos billig in der Wartung seien.

          Das musste wohl mal gesagt werden, aber es liegt in der Natur der Sache, schließlich kann keine Kupplung und kein Auspuff kaputtgehen, und Öl will der Motor auch nicht. Rund ein Drittel niedriger seien die Kosten. Doch so fortschrittlich ein E-Auto auch sein mag, klassische Teile wie die Bremsen gibt es auch noch. Und ausgerechnet hier hapert’s im Vorzeige-E-Auto Renault Twizy. Mehr als 6000 müssen in die Werkstatt. Es ist der erste große Rückruf eines E-Autos. Schuld ist eine unter Umständen defekte Dichtung, die Bremsflüssigkeit auslaufen lässt. Das ist eigentlich banal, zeigt aber, dass bei aller Konzentration aufs Elektrische die übrige Technik nicht vernachlässigt werden darf.

          Frank Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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          Quelle: F.A.S.

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