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DVB-T : Aus die Maus

DVB-T ist etwa 30 Mal so teuer wie die Übertragung via Satellit. Und das „Überallfernsehen“ war schon vor zehn Jahren technisch veraltet.

          Die Entscheidung der RTL-Gruppe, sich vollständig aus der DVB-T-Übertragung zurückzuziehen, kam nicht überraschend. Die Antennentechnik ist etwa 30 Mal so teuer wie die Übertragung der diversen Programmkanäle über Satellit. Auch Pro Sieben Sat 1 denkt über den Ausstieg nach. DVB-T, das sich selbst „Überallfernsehen“ nennt, war schon zu seinem Sendestart vor fast zehn Jahren technisch veraltet. 2003 wurde im Großraum Berlin die analoge Übertragung des TV-Programms eingestellt, und das digitale DVB-T sollte ein neues Glanzlicht werden. Aber die Umstellung war teuer, auch für die Verbraucher. Der Todesstoß für DVB-T ist seine miserable Bildqualität. In der herkömmlichen SD-Auflösung ist sie weitaus schlechter als bei der Übertragung via Kabel, Satellit oder Internet. Unschärfen, Klötzchen und Kompressionsartefakte gehörten von Anfang an zu den Nebenwirkungen - von einer HD-Übertragung gar nicht zu reden.

          Nun soll es der Nachfolgestandard DVB-T2 richten. Die Norm wurde bereits verabschiedet. DVB-T2 ist jedoch nicht kompatibel zum alten DVB-T. In Deutschland gibt es bislang nur erste Modellversuche. Aber im Blick auf das ganze Drama und die neuen Sehgewohnheiten, die sich aus dem Internet ergeben, Stichwort Youtube, kann man allen Beteiligten nur raten, die terrestrische Übertragung möglichst rasch einzustellen.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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          Quelle: F.A.Z.

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