Am Col de Turini trennt sich die Spreu vom Weizen. Wenn Weltmeister Sébastien Loeb mit seinem 300 PS starken Citroën WRC aus der Schwärze der Nacht die Serpentinen hinaufschießt, auf der Passhöhe nochmals beschleunigt und sich bei rund 100km/h mit zehn Zentimeter Abstand zur Mauer in die Linkskurve Richtung Tal stürzt, grölt die Zuschauermenge.
Wer ein bisschen das Gefühl der Rallye Monte Carlo in den Alltag transportieren möchte, kann dies nun wieder tun. Denn die Franzosen legen ihren DS 3 Racing abermals auf. Die Rennsemmel war im vergangenen Jahr vorgestellt worden und umgehend ausverkauft. Steckbrief: 30000 Euro, Beschleunigung von null auf 100 km/h in 6,5 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 235 km/h. Aus Gründen der Homologation gab es 1000 Stück mit 148 kW (202 PS) und 1000 Einheiten mit 152kW (207 PS). „Wir werden den DS3 Racing abermals anbieten. Technisch identisch zum Vorgänger und in einer Auflage von 1000 Exemplaren“, sagte Citroën-Chef Frédéric Banzet dieser Zeitung.
Doch damit nicht genug, schließlich sollen die zivileren Versionen die Kundschaft verführen. „Es wird einige weitere Varianten der DS-Reihe geben“, ergänzte Banzet. Mindestens sei an einen Crossover (SUV/CUV) und ein zuerst in China auf den Markt kommendes luxuriöses Stufenheckmodell gedacht. Einem Oberklassefahrzeug nach Art der Studie Metropolis räumt Banzet indes keine Chancen ein, die große Limousine sei so aus Gründen der CO2-Grenzwerte weder in Europa noch in China machbar. Mit der oberhalb der Modelle von Citroën angesiedelten DS-Reihe, die bislang aus dem kompakten DS3, der Mittelklasse DS 4 und dem gehobenen DS5 besteht, wollen die Franzosen in das Territorium von Audi und BMW eindringen.