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Drohne Mavic Pro : Die Kleine fliegt wie eine Große

Die Mavic-Pro-Drohne von DJI ist ein vollwertiges Fluggerät mit hochwertiger Kamera und Bildstabilisierung. Bild: Spehr, Hersteller

Die kompakte Drohne Mavic Pro passt in fast jede Tasche und ist sofort einsatzbereit für Flug und Film. Ihren größeren Konkurrenten steht sie in nichts nach.

          Die kleine Drohne zum Mitnehmen: Darauf haben wir schon lange gewartet. Bislang war der Transport eines Fluggerätes so aufwendig wie der einer teuren Spiegelreflexkamera inklusive mehrerer Objektive, Blitz und sonstigen Zubehörs. Man benötigt einen eigenen Koffer, jeder Ausflug verlangt eine gewisse Planung.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Nun packt man die Drohne in den Rucksack, und zwar zusammengefaltet, kompakt: 8,5 × 8,5 × 20 Zentimeter misst und 750 Gramm wiegt dann der jüngste Quadrocopter des chinesischen Herstellers DJI. Mavic Pro sei eine persönliche Drohne, und die Idee hat Charme. Das Fluggerät lässt sich leicht verstauen, ebenso schnell aufbauen, und man geht trotz der geringen Maße keine Kompromisse hinsichtlich der Leistungsfähigkeit und Technik ein. Das unterscheidet Mavic Pro von anderen günstigen Kleinfliegern für 500 Euro.

          Erweiterte Hinderniserkennung gegen Unfälle

          Die Flugzeit mit einer Akkuladung liegt bei 27 Minuten, und ein Drei-Achsen-Gimbal sorgt für die Bildstabilisierung sowie butterweiche Kamerafahrten. Die fest eingebaute Optik der Mavic Pro nimmt 4K-Videos mit 30 fps auf oder 1080-Videos mit 120 fps. Die Fotoauflösung liegt bei 12 Megapixel, die Schnappschüsse lassen sich sogar im Rohdatenformat Raw speichern. Für Porträtfotos aus der Luft dreht man die Kamera, auch das ist ziemlich einzigartig.

          Aus dem Vollen schöpft sodann die Betriebssoftware der kleinen Drohne, die sich an den großen Phantom-Modellen von DJI orientiert. Etliche Flugmodi mit Automatik gehören dazu, etwa eine erweiterte Hinderniserkennung, die 15 Meter vorausblickt und einen Stopp oder ein Ausweichmanöver selbst bei hohen Geschwindigkeiten von mehr als 30 km/h initiiert. Das automatische Verfolgen eines Objektes am Boden wurde ebenfalls gegenüber den bisherigen DJI-Modellen verbessert. Die Software kann Fußgänger, Radfahrer, Lastwagen, Boote oder Tiere erkennen und bleibt ihnen auf der Spur. Nicht nur in konstantem Abstand, sondern auch mit seitlichen Schwenks für lebendige Videos.

          Steuerung über Controller mit Display

          Im Tripod-Modus wird die Geschwindigkeit der Drohne auf maximal 3,6 km/h gedrosselt, um einen besonders präzisen Anflug auf Fotomotive zu erlauben. Im Sportmodus fliegt Mavic Pro bis zu 65 km/h schnell. Bild und Video werden drahtlos vom Fluggerät zum Smartphone des Piloten übertragen. Das dazu verwendete und proprietäre Protokoll von DJI hat einen neuen Namen: Ocusync soll Entfernungen bis sieben Kilometer schaffen.

          Mit der kleinen Fernbedienung oder einem Smartphone lässt sich die Drohne steuern.
          Mit der kleinen Fernbedienung oder einem Smartphone lässt sich die Drohne steuern. : Bild: Spehr, Hersteller

          Gesteuert wird die Kleindrohne über einen Controller, der an ein Gamepad erinnert und ein eigenes Display mitbringt. In ihn wird das Smartphone eingesteckt. Die Drohne kann auch allein mit dem Telefon gesteuert werden, indes nur via W-Lan und mit begrenzter Reichweite. Wer es besonders spektakulär will, setzt die VR-Brille DJI Goggles auf, die dank eigenem Ocusync-Empfänger das Bild der Drohne mit nur 80 Millisekunden Verzögerung zeigt. Neigungswinkel und Flugrichtung der Mavic Pro lassen sich mit Kopfbewegungen steuern, was allerdings in vielen Ländern der Welt nicht erlaubt ist. Eine zweite Person muss die Drohne während des VR-Fluges im Auge behalten. Mit Controller kostet die Mavic Pro 1200 Euro, ein zweites Akkuset weitere 100 Euro.

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