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Dolby : Zwei Ohren

  • -Aktualisiert am

Heimkino-Kompromisse im Wohnzimmer sind zu akzeptieren, aber eines macht Sorgen: Das gute alte Stereo-Kanalschema kommt allmählich unter die Räder.

          Die Dolbys dieser Welt sind nicht kleinlich, wenn es um die wundersame Vermehrung der Tonkanäle geht. Fünf davon und noch einen obendrauf, exklusiv für die Bässe? Oder gar sieben plus eins? Vielleicht noch zwei Kanäle extra für die Höhendimension? In unseren Wohnstuben kommt davon, Hand aufs Herz, nur Rudimentäres an. Die Anspruchsvolleren gönnen sich immerhin Lautsprecherriegel, die man unter den Flachbildschirm montiert. Sie bieten dank digitaler Illusions-Mathematik immerhin eine Anmutung von den phantastischen Akustik-Potentialen moderner Medien-Datenträger.

          Heimkino-Kompromisse im Wohnzimmer sind zu akzeptieren, aber eines macht Sorgen: Das gute alte Stereo-Kanalschema, ein Lautsprecher links, der andere rechts, kommt allmählich unter die Räder. Dabei galt Stereo schon in den 1960er Jahren als eine Errungenschaft, die endlich Luft und Raum in die artifizielle Wiedergabe brachte. Fünf Jahrzehnte HiFi-Geschichte speisten sich aus dieser Erfahrung. Und heute? Unzählige Konstrukte, allen voran Myriaden von Docking-Stationen für Apples Taschenspieler, beschallen die Welt nur noch aus einem einzigen Klangkörper. Ja, digitale Signalprozessoren verleihen auch ihnen akustische Breite. Aber eines sei der nachwachsenden Generation gesagt: Zu einem wirklich naturnahen akustischen Erlebnis braucht man mindestens zwei Schallquellen. Wer daran zweifelt, möge seine Ohren nachzählen.

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