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Digitale Unterhaltungselektronik Die Branche verkauft mehr - mit weniger Umsatz

26.08.2008 ·  Der Markt der digitalen Unterhaltungselektronik wächst in diesem Jahr um voraussichtlich 5,4 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro. Doch der Umsatz stagniert, weil die Preise für Flachbildfernseher, Digitalkameras und MP3-Player fallen.

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Die Zeit des hohen Umsatzwachstums bei der digitalen Unterhaltungselektronik ist nach Ansicht des Branchenverbands Bitkom 2009 zunächst vorbei. Zwar würden wieder mehr Flachbildfernseher, Digitalkameras und MP3-Player verkauft, wegen sinkender Preise werde der Umsatz in dem Segment jedoch nicht über 12,3 Milliarden Euro steigen.

Diese Zahlen stellte der Vize-Präsident des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom), Achim Berg, in Berlin vor. Die größte Wachstumschance für die Branche liege in der Verknüpfung einzelner Geräte wie Computer und Fernseher.

Zusätzlicher Schwung durch die EM

Im laufenden Jahr rechnet der Branchenverband noch mit einem Umsatzplus von rund 5,4 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro. Damit korrigierte Berg die ursprüngliche Prognose für 2008 deutlich nach oben. „Fußball-EM und Olympische Spiele haben dem Markt zusätzlichen Schwung gegeben“, begründete Berg. Im vergangenen Jahr hatte der Umsatz mit digitaler Unterhaltungselektronik noch um 7,5 Prozent zugelegt, für 2008 war der Bitkom zunächst von 2,4 Prozent ausgegangen.

HD-Format muss zügiger kommen

Wichtigster Umsatzbringer bleiben Flachbildfernseher. In 8,3 Millionen Haushalten - jedem fünften - stehe mindestens einer der modernen Bildschirme. Zuletzt kostete ein Gerät durchschnittlich 870 Euro, vor drei Jahren seien es noch 1300 Euro gewesen. „Nächstes Jahr sollen 6,3 Millionen Flachbild-TV-Geräte über die Ladentische gehen“, sagte Berg. Das wären zehn Prozent mehr als in diesem Jahr.

Bundesweit erst 510.000 sogenannter Settop-Boxen

Berg forderte die Fernsehsender auf, zügig auf Sendungen im hochauflösenden HD-Format umzustellen. Rund 1,2 Millionen Haushalte in Deutschland wollen sich nach einer Umfrage im Auftrag des Verbands in den nächsten zwölf Monaten Empfangsgeräte für Fernsehen in hoher Auflösung (HDTV) zulegen.

Derzeit gebe es bundesweit erst 510.000 sogenannter Settop-Boxen, mit denen HDTV-Bilder empfangen werden können. Nur wenige Programme werden in HD-Qualität ausgestrahlt, zum Teil im Bezahlfernsehen.

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