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Modelle für Privatanwender : Wofür braucht man eigentlich einen 3D-Drucker?

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Ein ausgemessenes Modell von Meister Yodas Kopf für den 3D-Druck. Bild: F.A.Z.

Mit 3D-Druckern lässt sich manches Objekt reproduzieren. Das hat seinen Reiz und erinnert ein wenig ans Beamen. Wir haben diese Form der Teleportation einmal ausprobiert.

          Jede Menge Jedi, Yoda und Darth Vader. Das ist das Resultat unseres 3D-Druckertests. Und dann gibt es noch die Tierfiguren, Taschenträger, Handyständer und zum 125-jährigen Bestehen ein Reprint des Eiffelturms. Gerade diese Überproduktion von mehr oder minder wertfreien Gegenständen rechtfertigt die Frage, die uns immer wieder gestellt wird: Wofür braucht man im Haushalt eigentlich einen 3D-Drucker?

          Klar, bei Designern und Konstrukteuren, in Ingenieur- und Architekturbüros und selbstverständlich in vielen Sparten der Industrie nehmen Drucker, die aus Plastikfäden, Kunststofflösung oder Pulverteilchen (siehe Kasten) einen festen Gegenstand wachsen lassen, einen immer wichtigeren Platz ein: Mit Rapid Prototyping - so der Fachbegriff - lassen sich Ideen handfest realisieren und unter Einsatz des richtigen Materials und Druckverfahrens auch Werkzeuge und Ersatzteile herstellen. Dies befeuert dann Visionen, dass in Zukunft jeder einen 3D-Drucker daheim stehen hat, um defekte Gerätekomponenten mit einer Druckvorlage aus dem Internet selbst herzustellen. Dass solche Teile nicht den Qualitätsprüfungen des Herstellers unterliegen und ein Sicherheitsproblem sein können, wird gern ignoriert.

          Einige Drucker werden auch als Bausätze angeboten
          Einige Drucker werden auch als Bausätze angeboten : Bild: Studio de Brink

          Die Faszination, über das Internet Zugriff auf ein beinahe unbeschränktes Gebrauchswaren- und Ersatzteillager zu haben, lässt kurz die Frage nach dem Nutzen in den Hintergrund treten: einfach laden, was man brauchen kann. Und tatsächlich überrascht die weite Palette der Dateien mit Blumenvasen, Kaffeelöffeln, Zitronenpressen und allem anderen, das sich im Haushalt aus Kunststoff machen lässt, außerdem Büroutensilien, Spielzeug und Modeschmuck.

          Scheibchenweises Aufeinanderdrucken

          Die Dateien sind im STL-Format gespeichert, bei dem die Objektoberfläche durch Dreiecke beschrieben wird. Die so gespeicherten Modelle lassen sich auch ohne kompliziertes CAD-Programm bei der Druckvorbereitung in Größe und Ausrichtung anpassen und in G-Code-Vorlagen für den Ausdruck umrechnen (ein Maschinencode, mit dem auch CNC-Fräsen gesteuert werden), so wie Seitenbeschreibungssprachen den Ausdruck auf Papier bestimmen. Da der 3D-Druck in Ebenen erfolgt, schneidet das Druckprogramm das Modell sozusagen in Schichten, die dann scheibchenweise aufeinandergedruckt werden.

          Von nützlich bis überflüssig, der 3D-Drucker produziert es. Wer einen Eindruck davon gewinnen will, wie groß die Spannbreite der selbst produzierbaren Plastikwelt ist, braucht im Internet nur eine der Seiten aufzurufen, auf denen 3D-Druckmodelle gezeigt und getauscht werden, beispielsweise Thingiverse, mit welcher der 3D-Drucker-Hersteller Makerbot die wohl größte Community-Plattform unterhält.

          Laden kann die Daten der Objekte, die in Bild und Text dargestellt werden, jeder registrierte Besucher. Der Besitz eines 3D-Druckers ist keine Voraussetzung, denn anschauen lässt sich das Modell schon auf dem Bildschirm, beispielsweise mit dem Programm Cura, mit dem sich ein 3D-Modell für den Druck vorbereiten lässt und das gratis zum Download zur Verfügung steht. Um allerdings aus einer Druckdatei ein Objekt zu machen, braucht man einen 3D-Drucker.

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