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Zupackende Umzugshelfer : So überträgt man Daten aufs neue iPhone

Bild: Hersteller

Das neue iPhone X ist da. Aber wie überträgt man private Daten vom alten? Apple bietet zwei Wege an. Beide haben jedoch ihre Tücken.

          Es dauert nur „ein paar Minuten lang“, dann sind alle Daten vom alten iPhone auf das neue gewandert. Das sagt jedenfalls Apple. Wer jetzt umsteigt und ein iPhone 8 oder gar das brandneue iPhone X in Händen hält, will natürlich nicht von vorn anfangen, sondern Apps und Einstellungen auf dem jungen Gerät so vorfinden, wie sie auf dem alten eingerichtet waren. Je mehr man mit seinem Smartphone macht, um so aufwendiger ist jedoch der Wechsel. Von vorn beginnen würde bedeuten, sämtliche Konten neu einzurichten, Zugänge, Log-in-Daten und vieles andere herauszusuchen und manuell einzugeben. Und was ist mit Musik und Fotos?

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Für den einfachen und meist zuverlässigen Gerätewechsel stellt Apple verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, und dass der Rivale Google Ähnliches bietet, versteht sich von selbst. Darauf kommen wir später zurück. Das ist die gute Nachricht. Aber in wenigen Minuten ist die Sache nicht erledigt. Jenseits des Gerätewechsels gibt es einen weiteren Grund, sich mit der Technik des Backups und dem Wiedereinspielen der Sicherungskopien zu beschäftigen: Wird das iPhone (oder das iPad) gestohlen, kann man ein Neugerät aus alten Backups herrichten.

          Wir haben zweimal gewechselt und zwei Wege ausprobiert. Der erste, von Apple bevorzugt empfohlene, ist das Backup in der iCloud, dem hauseigenen Cloud-Speicher. Fünf Gigabyte stehen dafür kostenfrei zur Verfügung; zu viele Fotos darf man also auf seinem Gerät nicht haben. Gegebenenfalls buche man ein iCloud-Abonnement. 50 Gigabyte kosten einen Euro im Monat, 200 Gigabyte drei Euro.

          Apple weiß, was man gekauft hat

          Medien, die nicht im iTunes-Store gekauft wurden, erfasst das iCloud-Backup jedoch nicht. Apple geht davon aus, dass man seine Musik über Apple Music bezieht, also den eigenen Streaming-Dienst. Dann muss man sich nicht mehr um die Musik-Sicherung kümmern. Die im iTunes-Store gekauften Titel wiederum lassen sich ohne vorheriges Backup wiederherstellen, Apple weiß, was man gekauft hat. So ist folglich das iCloud-Backup dann empfehlenswert, wenn man auch bei Medien, Musik und Film ganz auf Apple setzt. Wer eigene Medien sichern will, die nicht aus der Apple-Welt bezogen wurden, benötigt das iTunes-Backup.

          Doch nun zum iCloud-Backup: Zunächst prüfe man, ob es auf dem alten Gerät eingerichtet ist. Es steht seit einigen Jahren zur Verfügung. Das Backup in der Wolke wird in den neueren Betriebssystem-Versionen in den iCloud-Einstellungen aktiviert, und im betreffenden Menü wird man darauf hingewiesen, dass täglich über das W-Lan alles gesichert wird, wenn das Gerät eingeschaltet und an eine Stromquelle angeschlossen ist. Wer sein Smartphone nur im Auto oder im Büro ohne W-Lan-Anbindung lädt, sollte auf dieses Detail achten. Es wird im Backup mehr oder weniger alles gesichert, bis auf eigene Musik, gekaufte Videos, Hörbücher und andere Medien, wie gesagt. Was unter „alles“ zu verstehen ist und welche Probleme es gibt, darauf kommen wir zurück.

          Erstellung eines verschlüsselten Backups

          Der zweite Weg ist das Backup mit der iTunes-Software am Mac- oder Windows-Rechner. Das iPhone wird dazu über Kabel angeschlossen oder hält sich im gleichen W-Lan wie der iTunes-Rechner auf. Im entsprechenden iTunes-Menü wählt man das Backup „auf diesem Computer“ und vor allem die Erstellung eines verschlüsselten Backups. Nur dann werden die Einstellungen von Accounts und die Gesundheits- sowie Aktivitätsdaten mitgesichert. Dass das Backup abgeschlossen wurde, wird im Fenster unten rechts unter „Letzte Backups“ angezeigt.

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