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Smartphone Moto X : Das neue Google-Handy hört immer zu

Das Moto X von Google-Tochterfirma Motorola Bild: AP

Motorola hat Google 12,5 Milliarden Dollar gekostet. Mit dem Moto X, dem ersten Smartphone-Modell seit der Übernahme, soll die zuletzt abgehängte Marke zurückkehren. Das Moto X setzt auf Sensoren - es weiß, wo es ist. Und es hört immer genau hin.

          Der amerikanische Internetkonzern Google Inc. hofft, seiner defizitären Tochtergesellschaft Motorola Mobility mit einem neuen Smartphone zur Wende zu verhelfen. Das in New York vorgestellte „Moto X“ soll nach den Vorstellungen von Google zu einem Flaggschiffprodukt für Motorola werden. Motorola war einst einer der größten Handyhersteller der Welt, hat aber heute im Geschäft mit Smartphones nur einen verschwindend geringen Marktanteil.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Google hat Motorola im vergangenen Jahr für 12,5 Milliarden Dollar gekauft. Der Internetkonzern wollte sich damit zum einen das umfangreiche Patentportfolio von Motorola sichern, hoffte aber auch auf einen Schub für sein wachsendes Geschäft mit Hardwareprodukten. So hat Google im vergangenen Jahr seinen ersten eigenen Tabletcomputer herausgebracht, den das Unternehmen aber nicht selbst herstellt, außerdem dürfte im nächsten Jahr die Datenbrille „Google Glass“ für die breite Masse herauskommen.

          Zuletzt gab es Gerüchte, dass Google auch an einer Videospielkonsole und einer Armbanduhr mit Smartphone-Funktion arbeite. Auf dem Smartphonemarkt ist Google bislang vor allem auf der Softwareseite mit seinem Betriebssystem Android erfolgreich, das in Handys verschiedener Hersteller wie Samsung oder HTC zum Einsatz kommt. Android-Geräte hatten nach Angaben der Marktforschungsgruppe IDC zuletzt einen Anteil von 75 Prozent am Weltmarkt für Smartphones.

          Das jetzt vorgestellte Moto X kann unter anderem auf Stimmbefehle reagieren, ohne dass ein Berühren des Geräts notwendig ist. Motorola will sich außerdem von der Konkurrenz abheben, indem es das Gerät in vielen verschiedenen Varianten anbietet, zum Beispiel mit einer Reihe unterschiedlicher Hüllen. Das Moto X wird vom Auftragsfertiger Flextronics in einem Werk in Texas produziert und ist damit nach Angaben von Google das erste Smartphone, das in Amerika zusammengebaut wird. Die meisten Smartphones werden heute in China produziert. Google hat für Motorola im zweiten Quartal einen operativen Verlust von 342 Millionen Dollar ausgewiesen.

          Quelle: F.A.Z.

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