http://www.faz.net/-gy9-9gd0e

Faltbares Smartphone : Es klappt wieder bei Samsung

  • Aktualisiert am

Ein Smartphone, das sich falten lässt: Samsung will neue Wege gehen. Bild: Reuters

Samsung präsentiert ein Klapphandy. Allerdings ist das neue Smartphone kein Retro-Handy, sondern funktioniert mit neuester Bildschirmtechnik. Der faltbare Bildschirm ist ein Touchscreen.

          Ist das eine Revolution für den umkämpften Smartphone-Markt? Samsung hat auf einer Konferenz für Softwareentwickler in San Francisco erstmals die Idee eines neuen Telefons mit einem faltbaren Bildschirm vorgestellt. Es soll dem Nutzer dazu dienen, mehrere Apps gleichzeitig nutzen zu können. Je nach Bedarf könnten mehrere Bildschirme wie ein Buch ausgeklappt und bedient werden – so als hätte man Tablet und Smartphone in einem.

          Bis das sogenannte „Infinity Flex Display“ Wirklichkeit wird, dürfte es allerdings noch etwas dauern – laut Bloomberg müssen sich die Kunden noch mindestens bis zum zweiten Quartal im kommenden Jahr gedulden. Samsung kündigte lediglich an, dass es an neuer Software dazu arbeite – und lud die Entwicklerwelt dazu ein, sich daran zu beteiligen. Laufen soll das neue Smartphone wie bisherige Samsung-Smartphones mit dem Android-Betriebssystem, für das nun auf den neuen Bildschirm spezialisierte Apps entwickelt werden könnten. Google sitzt also als treibende Kraft mit im Boot.

          „Make it clap“: Samsungs Bildschirme sollen bald faltbar sein.

          Während der Präsentation verschwieg Samsung allerdings nicht nur, wie viel das Gerät kosten wird, auch große Teile des Designs wurden abgedeckt und blieben somit im Dunkeln, wie das Gehäuse rund um den Bildschirm. Die Grundlagen dürften allerdings klar geworden sein: Im geschlossenen Zustand sieht es wie ein normales Smartphone aus, im geöffneten Zustand haben die Nutzer dann ein 7,3-Zoll (18,5 cm) großes Display, das sich auf der Außenseite versteckt. Laut Samsung würden zusätzlich auch Technologien erforscht, die die Bildschirme rollen und dehnen könnten.

          Zusammen mit dem neuen Handy will Samsung die Bedienung insgesamt vereinfachen. So sei der neue Look dafür optimiert, das Gerät nur mit einem Daumen steuern zu können. Die neue Software-Schnittstelle namens One UI soll es schon bald auch für die gegenwärtigen Samsung-Smartphones geben – also für das Galaxy S9 und das Note 9. Sie beinhaltet vereinfachte Bedienelemente, neue Symbole und abgerundete Ecken. Als Testversionen sollen diese noch in diesem Monat in den Vereinigten Staaten, Südkorea und Deutschland verfügbar sein. Bis das faltbare Smartphone dann in die Massenproduktion geht, sollen dagegen noch ein paar Monate vergehen.

          Weitere Themen

          Samsung stellt faltbares Smartphone vor Video-Seite öffnen

          „Foldables“ : Samsung stellt faltbares Smartphone vor

          Mit seinem „Infinity Flex“ geht Samsung ins Rennen um die „Foldables“. Nutzer sollen das Gerät hunderttausende Male auf- und zuklappen können, ohne dass es kaputt geht. In den kommenden Monaten will der Konzern die Massenfertigung starten.

          Wer bald Apple Pay nutzen kann

          Mobiles Bezahlen : Wer bald Apple Pay nutzen kann

          In Amerika gibt es Apple Pay schon seit vier Jahren – in Deutschland soll der Dienst „bald“ kommen. Heißt es. Doch der Kreis derer, die das Bezahlsystem dann nutzen können, wird eher klein sein. Das liegt auch am Widerstand der Banken.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.