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Drei Router im Vergleichstest : So verbessern Sie Ihr W-Lan zu Hause

In diesem Test dreht sich alles um das heimische W-Lan. Bild: Illustration Isabel Seliger / Sepia

Mit neuer Technik ist man in jedem Winkel online. Komplizierte Konfiguration entfällt. Und das Tempo stimmt. Google Wifi, Vodafone Gigacube und Fritzbox 7590 im Vergleich.

          So einfach wie heute war der Netzzugang nicht immer. Vor zwanzig Jahren ging das so: die hoheitliche Postdose zum Anschluss des Telefons vorsichtig öffnen, zwei Drähte des aus Amerika importierten Modems anklemmen und hoffen, dass es klappt. Das war zwar verboten, wurde aber geduldet. Der private Zugang zum Internet war Neuland für die meisten Menschen und ein höchst komplizierter Eintritt in die digitale Welt der Zukunft. DSL war noch weithin unbekannt, man gelangte über besagtes Analogmodem ins Netz. Kabelgebunden, nicht mit W-Lan. Man wählte sich manuell ins Internet ein, berechnet wurde ein Minutenpreis, und dann meldete man sich wieder ab.

          Die Technik war langsam, teuer und aufwendig. Wer zu Hause als Familienvater die heimische Infrastruktur verwaltete, musste sich mit Modems und Telefonanlage und später in den DSL-Zeiten mit Router, Splitter und anderen Geräten auseinandersetzen. Kistchen, Kästchen und Kabel verschwanden am besten in einem Schrank.

          Freiheit mit dem Vodafone Gigacube

          Inzwischen ist der Netzzugang simpel wie nie, selbst dann, wenn man sich noch immer über die Telekom, ihre Hotline und ausbleibende Techniker ärgert. Warum überhaupt ein DSL-Anschluss mit viel Bürokratie? Wir haben zunächst den Gigacube von Vodafone ausprobiert. Das ist ein von Huawei produzierter Router mit Mobilfunkverbindung. Die Einrichtung ist kinderleicht: Sim-Karte einstecken und den Apparat mit dem Stromnetz verbinden. Das war es eigentlich schon. Der Gigacube verbindet sich mit dem Mobilfunknetz von Vodafone und leitet die Daten an die Geräte daheim über W-Lan weiter. Man muss also nur am Rechner oder Smartphone das W-Lan suchen, Kennwort eingeben, und schon ist man „drin“.

          Wer den Gigacube als heimischer Technikchef verwaltet, erledigt diesen Job wie mit einem herkömmlichen Router, nämlich über das Einbuchen in einem Browser-Fenster. Im Web-Interface kann der Benutzer den Datenverkehr für angeschlossene Geräte regeln, die Parameter des W-Lan ändern, ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) errichten und allerlei Sicherheitsmaßnahmen auf den Weg bringen. Man kann sogar eine feste IP-Adresse angeben, um jederzeit von außen auf den Gigacube zugreifen zu können. Ebenso einfach ist es, eine Kindersicherung einzurichten. Einzelnen Geräten werden Zeiten für Netzzugang zugewiesen, und man legt gegebenenfalls fest, welche Internetseiten gesperrt sind.

          Der Vodafone Gigacube braucht nur eine Steckdose. Bilderstrecke

          Vodafone verspricht eine Download-Geschwindigkeit in seinem LTE-Netz von bis zu 150 Megabit in der Sekunde. Das ist etwa zehnmal so schnell wie der DSL-Anschluss, mit dem der Cube von uns verglichen wurde. Aber die Tücke liegt natürlich im Detail: Das Vodafone-Netz muss am betreffenden Ort entsprechend ausgebaut sein. Ein langsames LTE kann die erste Bremse sein, eine Netzanbindung allein mit Edge oder GPRS führt datentechnisch zur Vollbremsung. Wir kamen in Frankfurt auf gemessene 100 Megabit je Sekunde, aber nur 50 Autominuten außerhalb der Stadt auf eine Anbindung mit Edge, die bestenfalls zum E-Mail-Abruf ausreichend war.

          Wer indes keinen festen DSL-Anschluss und kein Festnetztelefon benötigt, bekommt mit dem Gigacube bei guter Vodafone-Funkversorgung einen flexiblen Internetzugang für 25 bis 35 Euro im Monat. Für Studenten oder Besitzer eines Wochenendhäuschens ist das Paket attraktiv. Einige Einschränkungen sollte man kennen: Im Ausland ist der Gigacube nicht einsetzbar. Das monatliche Datenvolumen von maximal 50 Gigabyte ist für Filmgenuss und Streaming zu wenig. Außerdem rechnet er empfangene Videos auf 480p herunter, die Auflösung bleibt also bescheiden.

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