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Risiko Twitter : Hacks, Würmer und gläserne Menschen

  • -Aktualisiert am

Hacker-Angriff: Ausschnitt des offiziellen Statements von Biz Stone Bild: Twitter

Wer viel zu sagen hat, kann es im Netz mit wenig Aufwand tun. Mit Diensten wie Twitter wächst das Risiko, sich dabei leichtsinnig in der Öffentlichkeit transparent zu machen. Die gläserne Präsenz lockt zudem Hacker an, die ihre Schädlinge verbreiten.

          Franziska liebt Jens. Sie sind seit vergangenem Wochenende ein Paar. Am Abend fahren sie gemeinsam ins Kino. Diese Informationen kann jeder auf Franziskas Twitter-Seite nachlesen. Die Frau veröffentlicht Details aus ihrem Leben, die überhaupt nur für den engsten Freundeskreis bestimmt sein sollten. Menschen wie Franziska, die den Dienst Twitter unbedacht nutzen, findet man häufig. Mit der steigenden Berichterstattung über Twitter in den Medien wird der Dienst nicht nur für Politiker, Organisationen und Unternehmen interessanter, sondern auch zunehmend für den privaten Nutzer. Franziska nutzt nicht nur Twitter, sondern weitere Social-Media-Dienste. Dort findet man weitere Details aus ihrem Privatleben.

          Auch auf sozialen Netzwerken wie Facebook, StudiVZ oder Wer-kennt-wen besteht das Risiko, sich in der Öffentlichkeit „gläsern“ zu machen. Der Unterschied zu Twitter liegt jedoch in der Art der Information: Während beispielsweise auf Wer-kennt-wen Kontaktdaten, Interessen, Musikgeschmack und Lieblingsfilme anderen Nutzern zugänglich gemacht werden, kann Twitter diese statischen „Grunddaten“ um aktuelle Aktivitäten erweitern. Vor einigen Jahren hatten viele Internetnutzer ein schlechtes Gewissen, den richtigen Namen im Netz zu veröffentlichen oder darüber hinaus ein Profilfoto auf eine Seite zu stellen. Heute gelten solche Dinge für viele als selbstverständlich.

          Jeder kann erfahren, wo ich anzutreffen bin

          Seiten wie Xing verfolgen das Konzept, dass Nutzer Angaben zu ihrer beruflichen Laufbahn veröffentlichen. Blogs werden zu beruflichen Zwecken, aber auch für Privates genutzt. Twitter als neues Social-Media-Angebot verstärkt nun diese zur Zurschaustellung des eigenen Lebens für die Öffentlichkeit. Besitzt jemand ein Profil auf einem der genannten sozialen Netzwerke, präsentiert er sich mit einem Xing-Profil und legt sich weiterhin einen Twitter-Account zu, so kann sich die Netzgemeinde ungehindert ein umfassendes Bild von ihm machen. Die anderen Nutzer sind stets darüber informiert, was derjenige wann mit wem tut und wo er gerade anzutreffen ist.

          Genau das ist bei Franziska tatsächlich der Fall. Betrachtet man ihre private Website, erfährt man dort von ihrem privaten Blog, ihrem Vor- und Zunamen sowie ihren Wohnort. Von ihrer Website verlinkt sie neben ihrem Twitter-Account auch auf diverse Foto-Communitys, auf denen sie registriert ist. Dort erhält man weitere Kontaktdaten zu ihren ICQ-, MSN- und Skype-Konten, auf denen sie einen Nickname benutzt. Mit einer einfachen Google-Suche nach ihrem Nickname finden sich weitere Profile bei MySpace und Last.FM. Durch ihren Namen, den man bereits ihrer Website entnehmen konnte, stößt man auf ihr Facebook- und Xing-Profil. Einzig bei StudiVZ hat sie einen anderen Namen angegeben. Trotzdem lässt sich außer ihren Fotoalben und ihren Pinnwand-Einträgen, die nur für ihre „Freunde“ sichtbar sind, ihr Benutzerprofil für jeden ungehindert einsehen.

          „Manchmal macht man sich schon etwas Sorgen“

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