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Wegweiser : Schnell zum passenden und günstigen Mobilfunktarif

Die Frage aller Fragen: Welches Netz von welchem Anbieter? Bild: AFP

Der Mobilfunkvertrag endet, und nun ist guter Rat gar nicht teuer. Ein Wegweiser durch das Wirrwarr der Angebote und Netze.

          Der Mobilfunkvertrag endet, und nun ist guter Rat gar nicht teuer. Man muss nur wenige Rahmenbedingungen beachten, um mit dem Smartphone weiterhin durchzustarten. Obwohl die Netzbetreiber alles tun, um die Vergleichbarkeit ihrer Angebote zu unterbinden, kann man dennoch einige Wege durchs Dickicht undurchsichtiger Tarife schlagen. Zunächst stellt sich die Frage aller Fragen: Welches Netz von welchem Anbieter? In Deutschland stehen die Telekom, Vodafone und O2 Telefónica zur Verfügung, die beiden Letztgenannten zudem in anderer Verpackung von Wiederverkäufern. Jedes der drei Netze hat etwas mehr als 40 Millionen Kunden, insgesamt sind 125 Millionen Sim-Karten in Deutschland registriert. Welches Netz ist das beste? Wer sich nur in seiner eigenen Region aufhält, wenig reist und genau weiß, an welchen Orten üblicherweise Telefonate abbrechen, traue seinem Erfahrungswissen und entscheide nach der Lage vor Ort.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Geht es darum, halbwegs objektive Aussagen über die Netzqualität in ganz Deutschland zu erhalten, werfe man einen Blick auf die einschlägigen Tests der Fachzeitschriften. Gemessen wird auf ausgedehnten Testfahrten, und zwar in allen Verkehrsträgern, auch im Zug, der stets die Problemzone Nummer 1 ist. Hinsichtlich Versorgung, Ausbau und Netzqualität sind die Ergebnisse und Abstufungen seit Jahren eindeutig – und sie ändern sich kaum. Die Telekom hat das beste Netz zum Telefonieren und schnellen Surfen. Mit einem deutlichen Respektabstand folgt Vodafone, und das Schlusslicht ist stets O2.

          Im letzten Netztest der Fachzeitschrift „Chip“ lag die Zahl der im Telekom-Netz abgebrochenen Gespräche bei um die ein Prozent, mit Ausnahme der Telefonate im Zug, hier sind es mehr als zehn Prozent. Im Schnitt erreichte die Telekom beim Download 34,8 MBit/s. Vodafone lag bei 28,6 MBit/s, und O2 schafft nur Werte zwischen 13 und 16 MBit/s. Die Zahl der abgebrochenen Gespräche auf Autobahn und Landstraße liegt im O2-Netz bei fünf Prozent. Der Netztest der Fachzeitschrift „Connect“ kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Die Bewertungen in Schulnoten lauten „sehr gut“, „gut“ und „ausreichend“ für Telekom, Vodafone und O2.

          Es wundert mit diesen klaren Ergebnissen kein bisschen, dass die Preise für Mobilfunkverträge in den drei Netzen dieser Rangfolge entsprechen: Die Telekom ist teuer, Schnäppchenjäger beißen sich die Zähne aus, Vodafone etwas günstiger und O2 der Billiganbieter.

          Unter ein Gigabyte sollte man nicht mehr gehen

          Die wichtigsten Rahmendaten für einen neuen Mobilfunkvertrag sind die Bedingungen für die Sprachtelefonie (Minutenpreis oder Flatrate), für SMS und mobile Daten. Unter ein Gigabyte im Monat sollte man nicht mehr gehen, es reicht nicht. Der durchschnittliche Nutzer in Deutschland benötigt drei Gigabyte. Fünf oder gar zehn sind im Ausland üblich, aber hierzulande ein feiner Luxus. Wichtig ist die LTE-Unterstützung, sie stellt hohes Datentempo sicher. Eine Kostenfalle kann die sogenannte Datenautomatik sein: Ist das gebuchte Volumen erschöpft, wird automatisch weiteres kostenpflichtig hinzugebucht. Das kann insbesondere bei an sich günstigen Verträgen sehr teuer werden.

          Ins O2-Netz kommt man schon für weniger als zehn Euro im Monat. McSim LTE Mini 1000 kostet fünf Euro im Monat für bis zu ein Gigabyte Daten, inklusive LTE. Enthalten sind ferner 100 Gesprächsminuten in alle deutschen Netze sowie 100 SMS. Die Datenautomatik kann allerdings weitere sechs Euro im Monat kosten.

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